Verfasst von: Dennis K. | 18. Januar 2014

Over and Out – Ende der Tour

  • Riding Day 21: Malacca  to Batu Pahat, 109km, total of 2604km
  • Riding Day 22: Batu Pahat to Kota Tinggi, 151km, total of 2755km
  • Riding Day 23: Kota Tinggi to Singapore, 104km, total of 2859km (into Singapore via Pengerang ferry service)

Ende der Tour ! Hier noch ein lesenswerter Zeitungsartikel über die Gesamttour aus Sicht meines Mitfahrers Marco vom H.:

Siegener Zeitung vom 13.1.2014

Welcome to Singapore

Welcome to Singapore

Goodbye Singapore

Goodbye Singapore

Verfasst von: Dennis K. | 22. Dezember 2013

Blogging over India

Adventsstress

Zwei Tage Singapur liegen hinter mir – aufregend gewiss, beeindruckend unbedingt, aber begeisternd ? Singapur lässt mich irgendwie nachdenklich zurück. Hatte ich KL schon als Stadt des ausufernden Massenkonsumhypes erlebt, stellt Singapur alles bisher Erlebte diesbzgl. locker in den Schatten – eigentlich sollten die auf die Innenstadt ein 25 Quadratkilometer großes Dach draufmachen, ein Kraftwerk daneben stellen für die Klimaanlage und das ganze Singapur Mall nennen. Unfassbar, naja morgen freue ich mich auf die Duisburger Innenstadt und dann am 27.12 vielleicht noch Korbach – welch ein Kontrast.

Ich weiss nicht ! In den nächsten Tagen finde ich hoffentlich noch einmal die Muße für den einen oder andere abschließenden Blogeintrag – zu Malaysia und zu den vielen Bekanntschaften gibt es noch einiges zu schreiben. Bis dahin sollte ich aber nicht so überheblich den Kopf schütteln, immerhin sitze ich hier in 12.000m Höhe und bloge diesen Eintrag ein paar hundert Kilometer östlich vom  indischen Subkontinent – wohl auch nicht wirklich sinn- dafür aber wenigstens beim ersten Mal reizvoll. T-Systems und Etihad machen es möglich. Interessant – wurde doch mein ehemaliger Arbeitskollege Patrick S. M. zu diesem Thema promoviert und trägt mittlerweile einen “hochrenomierten” Professortitel stolz vor der Brust. Naja, am iimt wurde immer schon Top-Edge Wissenschaft betrieben ;-)

Blogging Over India

Blogging Over India

Zum Quakespielen reicht der Ping noch nicht, aber zum Ligaradio Gladbach-Wolfsburg allemal – KRASS:

Etihad Speedtest

Etihad Speedtest

  • Riding Day 19: Suburbs of Kuala Lumpur to Port Dickson, 70km, total of 2422km 7/10 ( Rolling Hills durch Plantagen und Regenwald)
  • Riding Day 20: Port Dickson to Malacca, 76km, total of 2498km 7/10 ( thanks to Douglas hard training ride)

Liebe Freunde,

dieser Trip neigt sich unaufhaltsam dem Ende entgegen. Über Kuala Lumpur möchte ich zumindest in diesem Beitrag nicht so viele Worte verlieren, lieber guttenberg ich  ein wenig und zitiere aus Henry Golds Blog über seinen Ruhetag in KL:

We have arrived in Kuala Lumpur,  translated as ‘muddy confluence’ established in 1857 by 87 Chinese prospectors. Seventy of them died within the 1st month but today it is a world class metropolis. Each day on the Bamboo Road I cycle. On the rest days, however, I walk the city. I like walking. It gives me a sense of the city; if you will, a measure of its pulse.

Rights: Henry Gold

Rights: Henry Gold

Kuala Lumpur is not an easy city in which to walk, even though it is relatively compact. This is not a place where a great urban planner drew up a sketch and the city developed according to the plan. The absolute opposite seems to be closer to the truth. This city seems to have expanded and grown in a manner like a child building with a Lego set. You start with something and add to it. And then you think of something else and add it. And then you realize you have a traffic jam so you try to add a monorail. And than you add some very high buildings and many people want to drive to visit these building, so you built a highway. And so on.

Rights: Henry Gold

Rights: Henry Gold

In any case, the end result is that you have some great neighborhoods – like Chinatown and Little India – and than you have a lot of high-rise buildings, both offices such as the iconic Petronas towers and many high-rise residential units. In fact, it is rather astonishing to see. Walking around in this city gives one a sense of awe at human abilities…and a moment later, a sense of exasperation at human short-sightedness. As the day progresses, as one’s energy saps away, the excitement of the city, the creativity, the vibe, is overshadowed by a creeping sense of alienation. The beauty you saw before is now disfigured by broken or non existent sidewalks, rubbish, dirty water, and, beggars on the street.

It was at this point in my walk that I saw a small barbershop and decided that I needed a shave. I have been enjoying the work of local barbers all along our cycling route in South East Asia, not the least because I have arthritis in my hand. What better thing to do than to use that as an excuse for a nice, soothing treat. So I walk in, sit down and start getting a shave. As the barber begins to lather my face I notice some kitschy posters on the wall. You have certainly seen the like. On one in are a group of beautiful horses and the slogan “Each Day Be Happy Be Free”. On another, depicting a person getting a haircut, there is a gorgeous waterfall and the inscription; “Happiness is Everyday Sunshine in your Life”.

Rights: Henry Gold

Rights: Henry Gold

As my Tamil barber diligently works, I listen to the lovely Hindu music drifting in from the outside and become acutely aware that I am in Chinatown, in Kuala Lumpur, in Malaysia, having just cycled from Hanoi and, with less than a week before this adventure ends, I silently thank the barber for reminding me how for each day of the last two months I have been happy and free.
(Quelle: http://tourdafrique.com/2013/12/walking-in-kuala-lumpur/)

Nachdem ich mit Henry diesen Sommer schon ein aus meiner Sicht wenig erfreuliches “Facebook-Gefecht” ausgefochten habe, auf das ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, ich seine Sicht der Dinge nun aber deutlich besser verstehe, hatte ich auf diesem Trip die Chance, ihn einmal persönlich näher kennenzulernen. Er ist wirklich ein wenig wie die Durian-Frucht – von aussen stinkig und stachelig, aber wenn das verdammte Ding einmal auf ist, eine vielschichtige (kulinarische) Überraschung.

Ich hatte gerade in den letzten Tagen viele interessante Gespräche mit ihm – er spricht gerne in Bildern, die einem den Zugang zu seinen Ideen enorm erleichtern. Ob es nun die Legosteine sind, aus denen Kuala Lumpur von Kinderhänden erschaffen wurde oder das Bild der unterschiedlichen Geliebten für jeden TdA-Trip, Gespräche mi Henry haben etwas an sich, das irgendwie hängen bleibt. Vielleicht werde ich auf über ihn nochmals ein paar gesonderte Blogworte verlieren !

Zurück zu unserer Reise – die Tour ist ist der letzten Woche sehr touristisch geworden. Nach einem Ruhetag in Kuala Lumpur und einem halben Radtag (70km) an das “Seebad” Port Dickson, führte eine weiterer halber Tag (74km) in den nächsten und letzten Ruhetag nach Malakka.

Ein bisschen angenervt ging ich in diese letzte Etappe, musste ich mir ein Großapartment mit insgesamt 5 weiteren Mitfahrern teilen. Sind Paul und ich  mittlerweile ein sehr eingespieltes Team, das nunmehr gemeinsam nackt durchs Apartment flitzt und um die Wette furzt, haben andere der älteren Mitfahrer für mich weniger zugängliche Marotten:

Ich hatte meine gesamten Socken gewaschen und in Port Dickson in die pralle Sonne gehängt und dabei darauf geachtet, dass sie nicht aus der 6. Etage hinunter fallen können. Als ich nun abends gegen 22:00 den Trocknungsstand meiner gesamten Socken checken wollte, konnte ich nur mein Radtrikot und meine Radhose finden – meine Socken waren verschwunden. Auch mein Blick in die Tiefe offenbarte keine Lösung – so bat ich Paul, doch einmal bei Gloria und Bob zu fragen, hatten sie sich schon vor Stunden in ihre “Schlafgemächer” zurückgezogen. Und siehe da, Gloria hatte nach fast 4 gemeinsamen Monaten mit ihrem Mann noch immer meine gesamten Socken für die Seinen gehalten und schon vor Stunden vom Balkon geholt. Ärgerlicherweise waren meine Socken immer noch nass, so dass ich sie nun direkt vor die Klimaanlage hängen musste, wo noch Nolas Sachen hingen.

Gegen 23:00 muss Nola ihre Sachen vom Balkon geholt haben und Nola war der Meinung, dass nach ihren Sachen keine Sachen, v.a. nicht fremde Socken,  auf dem Balkon verweilen dürfen und legte sie im Wohnzimmer ab – PEOPLE, GET YOUR HANDS OFF MY(!) SOCKS. So hatte ich am folgenden Morgen eine Tüte voller nasser Socken, denn hier trocknen Dinge entweder in der prallen Sonne oder im Trockner. Ansonsten trocknen sie aufgrund der Schwüle kurzfristig überhaupt nicht.

So habe ich ein Paar nasse Socken angezogen und machte mich relativ früh um 7:20h auf den Weg. Ich hatte alle Fahrer nach 20km eingeholt und fuhr eher kraftlos mit einem 28er Schnitt durchs hügelige Gelände. Völlig in Gedanken versunken klatschte es auf einmal auf meinem Po und ich wurde von Douglas überholt. Das war genau das Hinterrad, das ich an diesem kurzen Tag brauchte. Douglas gab “Kette rechts” und das Profil war flach genug, dass ich ihm folgen konnte, aber auch hügelig genug, dass ich mir, an den zahlreichen kleinen Kuppen, die Lippen blutig beissen musste. Nach deutlich weniger als einer Stunde erreichten wir den Lunch bei Km 55 und der Gesamtdurchschnitt strahlte nunmehr in verheißungsvolleren 32,1km/h – eine laktathaltige Trainingseinheit, die ich brauchte: 

Douglas and I - Laktatexpress

Douglas and I – Laktatexpress

Knapp nach 10 Uhr erreichten wir deutlich vor allen anderen unser Hotel in Malakka und glücklicherweise war mein Zimmer schon bezugsfertig. Nach einer Dusche machte ich mich ins Getümmel und verschaffte mir einen ersten Überblick, währenddessen ich Hunger aufzubauen versuchte.

Nachdem ich etwa 3kg meiner Wäsche (inklusive der nun stinkigen Socken) ein hoffentlich letztes Mal weggebrachte hatte (was 12 Ringgit also weniger als 3 Euro kosten sollte), erkundete ich Chinatown, um dann bei einem Pakistani nochmals zu Tandoori Chicken und Naam-Brot einzukehren. Dummerweise konnte ich den Pakistani nicht finden, so dass ich mich für Lonely Planets Tip “Nancy’s Kitchen” entschloss. Nochmals häusliche Nyonian food in authentischer Umgebung! Vor mir bemühten sich Asiaten um einen Platz – sie taten dies aber interessanterweise in Englisch und bemühten sich auch um einen behindertengerechten Platz, was in diesem engen Lokal eine wirkliche Herausforderung war. Da ich alleine unterwegs war, bekam ich sofort einen Platz, während sie noch immer auf einen Platz warteten. Als sich der Tisch neben mir leerte bat ich ihnen an, umzuziehen, was aber auch nicht ihre Problem zu lösen schien. Nach ein paar Minuten fragten, sie ob sich zwei Personen zu mir setzen könnten – kein Problem, allein wie ich war, freute ich mich sehr über ihre Gesellschaft.

Es war ein junges indonesisches Pärchen, das mit den Eltern unterwegs war, sie verbrachten einige gemeinsame Tage in Malaysia und  baten mir auch sofort an, ihre Speisen mitzuessen, was ich eigentlich nur aus dem Grund ablehnte, dass bei meiner Bestellung die Augen bzw. die Gier mal wieder größer waren als der Magen und ich neben einer Vorspeise, 2 Hauptgerichte gewählt hatte, die im Grunde kaum zu bewältigen waren.

Nachdem ich aber auch auf ihren Teller Schweinefleisch entdecken konnte, wollte ich wissen, welchen Glauben sie hatten, sahen sie für mich eher chinesisch aus, mir aber ansonsten schon bekannt war, dass  Indonesien das größte muslimische Land überhaupt ist, mit einer über (?) 90%igen muslimischen Dominanz. So stellte sich heraus, dass Ana und Kennard Christen waren.

Als ich noch während unseres Gesprächs mit Kasia skypte und irgendwie erheitert gegenüber meinen Tischnachbarn feststellte, wie vernetzt die heutige Welt sei, da ich hier mit einer indonesischen Christenfamilie im muslimischen Malakka bei Nyonischer Küche sass und zeitgleich mit meiner schwangeren, polnischen Freundin in der Badewanne in Deutschland skypte  – brach aus Ana heraus: “Germany (?) – Deutschland, wir kommen aus Deutschland !” Ungläubig staunte ich Ana an, deutsch sah sie nicht aus, viel Akzent hatte sie aber auch nicht:

Kennard hatte an der RWTH Aachen Informatik studiert, Ana in Mönchengladbach und sie lebten nach 15 Jahren fernab der Heimat nun in Frankfurt, wo Kennard für Accenture arbeitet. Die Familie war natürlich auch erheitert und wohl auch ein wenig stolz und so hatten wir ein nettes Tischgespräch, das mal auf deutsch und mal auf englisch geführt wurde. Wie selbstverständlich stand Kennard irgendwann auf und beglich die Rechnung im Hinterzimmer – auch für mich. Dass ich ein unverbesserlicher Vielfrass bin, hat ihn dabei kaum gestört. Es war aber nicht nur deshalb sehr nett mit Euch:

Also Ihr beiden Frankfurter (!), kommt uns mal am Bodensee besuchen – zumindest wenn Euch ein schreiendes Baby nicht stört, seid Ihr auch in diesem Sommer herzlichen willkommen ! Die Welt ist klein und Menschen (zumindest auf Reisen) sind häufig sehr aufgeschlossen und gastfreundlich ! Vielen Dank für das nette Mittagessen !

Kennard with Dad

Kennard with Dad

Ana with Dad

Ana with Dad

Sorry, dass ich Eure Mütter rausgeschnitten habe, beide hatten ihre Augen unvorteilhaft geschlossen und wollten sich so vielleicht nicht in meinem Blog wiederfinden ! So ist dieses Schnappschussbild vielleicht doch das Schönste:

Ana und Kennard's Family

Ana und Kennard’s Family

My big feast (that Kennard paid for :-)

My big feast (that Kennard paid for :-)

Restoran " Nancy's Kitchen"

Restoran ” Nancy’s Kitchen”

Verfasst von: Dennis K. | 15. Dezember 2013

Advent, Advent, ein drittes Lichtlein brennt…

3. Advent

3. Advent

Liebe Blogleser,

dieses Bild erreichte mich heute vom Bodensee, während ich bei brütender Hitze einen mit 71km recht kurzen Fahrtag hatte. Die ersten 40km verbrachten wir auf einem Bus bis wir die Vororte Kuala Lumpurs erreichten – dann ging es im Zickzack ins nahe gelegene Port Dickson. Nicht wirklich ein Urlaubsort meiner Wahl – es erinnert mich eher an ein Las Americas auf Teneriffa  – nur, dass auch mangels Verfügbarkeit von Bier kaum krebsrote Englische Touristen auszumachen waren…

Port Dickson

Port Dickson

Morgen nochmals eine kurze Etappe ins nicht einmal 80km entfernte Melakka, das mir noch ein letztes Mal ein Eintauchen in ein höchst interessantes ethnisches Potpourri gestatten wird, bevor die Tour in Bälde in Singapur enden wird. In Richtung Singapur wird zum Glück nochmals ein wenig “richtig” Rad gefahren mit 110, 160 und 110km – eine kleine Herausforderung, sollte das für diese Jahreszeit ungewöhnliche Hoch weiterhin standhaft sein. Ab 11 Uhr wird es mittlerweile richtig knackig warm und man sehnt sich quasi nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen !

Eine erste Zusammenfassung von Malaysia werde ich auch erst schreiben, wenn ich mit dieser zweiten Stadt Malaysias, die es zum UNESCO-Weltkulturerbe gebracht hat, “durch” bin ! Ich habe mir vorgenommen, viele Fotos zu machen und abermals großen Hunger aufzubauen !

Heute noch zwei Bilder, die wohl gut dokumentieren, dass die Dichte des Straßenverkehrs zugenommen hat – leider war auch das eine oder andere exotische Roadkill dabei, das sich aus den Plantagen bzw. Regenwald auf die Straße verirrt hat !

Road kill

Road kill

Wild cat ? Any idea ?

Wild cat ? Any idea ?

Verfasst von: Dennis K. | 12. Dezember 2013

Durian – the name and the smell have some magic to it

No Durian

No Durian

Was wie ein Anti-Terror-Hinweisschild aussieht, findet sich in so ziemlich jeder Hotellobby, die wir seit Bangkok angesteuert haben. Es will aber nicht, wie man meinen könnte, das Mitführen von Handgranaten unterbinden, sondern lediglich die Mitnahme und den Verzehr einer Tropenfrucht.

Solche Schilder führen bei kleinen Kindern in der Regel das Gegenteil herbei und ich müsste schon gehörig lügen, wenn ich behaupten wolle, diese Tropenfrucht habe nicht auch deshalb mein Interesse geweckt. Nun habe ich sie ja schon einmal im Nahm-Restaurant kosten dürfen – aber irgendwie war mir das Ganze dann doch ein wenig zu steril.

Nun sind wir in Malaysia, also quasi im Mutterland der Königin aller Tropenfrüchte und die Durianfrucht ist omnipräsent. Was für die Bayern die Weisswurst, für den Franzosen das Baguette, für den Schweizer der Käse und für den Italiener der Espresso ist, scheint für den Malaien die Durian-Frucht zu sein. Die gestrige Etappe von Taiping nach Ipoh erschien mir wie eine einzige Durian-Auslage.

Da ich mein kulinarisches Vielvölker-Gefecht in George Town erfreulich gut, fast schon zu gut überstanden hatte, wollte ich mich ein wenig übermütig bereits um 8:00h  auf mein zweites Aufeinandertreffen mit der Durianfrucht einlassen. Dies sollte nun nicht im geschützten Umfeld des Nahm-Restaurants stattfinden, sondern auf offenem Feld, quasi am Ort der Produktion. Und so steuerte ich bereits keine 15km ausserhalb von Taiping den ersten Durian-Straßenhändler an, der gerade mit dem Aufbau seines Standes beschäftigt war.

Vom frühen Besuch eines ausländischen Gastes quasi überwältigt bat er mir sofort einen der beiden Plastikstühle an und begann damit, mir die halbe Standauslage zu präsentieren.

Durianoutlet

Durianoutlet

Auch wenn in Malaysia Englisch für die meisten Menschen die zweite Sprache ist, gelang es mir nicht wirklich, ihm erfolgreich zu vermitteln, dass ich nun wahrlich kein Durian-Experte und folglich bei der Auswahl der Frucht auf seine Expertise angewiesen sei. Nach ein paar Adaptionen  der Übermittlungsstrategie meinte ich ihm die Ausgangslage hinreichend erörtert zu haben und der gute Mann begann wie wild mit dem Aufschneiden unterschiedlicher Früchte.

Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er mir nun die unterschiedlichen Reifegerade dieser Frucht demonstrieren wollte und so hatte ich im Handumdrehen drei komplette Früchte verzehrbereit vor mir liegen. Die erste Frucht hätte wohl noch ein wenig Reife vertragen können und schmeckte für meinen Geschmack deutlich zu herb – die beiden anderen waren schon mehr an dem, was mir an dieser Frucht gefällt:

3 Reifegrade - wie beim Käse surchoix, mi-salé et recent

3 Reifegrade – wie beim Käse surchoix, mi-salé et recent

Meine früher bereits zitierte Beschreibung, das Fruchtfleisch schmecke wie ein butterähnlicher Vanillepudding, begleitet von einem Mandelgeschmack, einem Hauch von Frischkäse, Zwiebelsoße und braunen Sherry kommt meiner grundsätzlich positiven Assoziation mit dieser Frucht definitiv am nächsten – leider hatte ich aber noch nicht die Erfahrung gemacht, dass diese Frucht grundsätzlich nicht wirklich leicht verdaulich ist – definitiv nicht leicht verdaulich ist sie allerdings morgens um 8:00h bei 32°C und 90% Luftfeuchtigkeit und noch guten 100km vor der Brust. So musste ich mich dann auch die nächsten knappen 4h mit einem ständigen Schluckauf rumschlagen und die blumige obige Beschreibung wurde zumindest temporär sehr zwiebelsoßenlastig.

Beschweren darf ich mich allerdings nicht, denn die komplette Degustation war UMSONST (!) und kosten zum Beispiel Ananas oder Mango entlang des Weges (in Thailand) kaum mehr als 12 Cent, so ist diese Frucht mit bis zu 2 Euro (!) hier vor Ort teilweise ein richtiges Luxusprodukt. In diesem Falle war es gut von der Einladung erst im Nachhinein erfahren zu haben, sonst hätte ich wahrscheinlich noch eine vierte gegessen und hätte für nichts mehr garantieren können.

Durian Expert

Durian Expert

Ansonsten war der Riding Day 17 auch insgesamt ein Highlight: rolling hills, little traffic and some action along the road:

Perfect Spot for a breakdown

Perfect Spot for a breakdown ?

Market burnt to the Grounds two days ago

Market burnt to the grounds two days ago

Ach ja, ein paar Daten zu den letzten drei Fahrtagen soll es auch noch geben:

  • Riding Day 16: Georgetown, Pulau Pinang (Pelang) to Taiping117km, total of 2142km 3/10 (traffic and boring roads=
  • Riding Day 17: Taiping to Ipoh, 104km, total of 2246km 8/10 ( lovely rolling hills, one of the best rides of the tour so far)
  • Riding Day 18: Ipoh to Teluk Intan, 106km, total of 2352km 5/10 (nice and calm stretch along some river)
Verfasst von: Dennis K. | 10. Dezember 2013

George Town – what a pleasant surprise

Melting Pot ist so ein Modewort, das mir zum ersten Mal als Bezeichnung für New York, den Big Apple, begegnete: Little Italy, Chinatown, Hell’s Kitchen sind Stadteile Manhattans, die die verschiedenen Einwandererwellen kennzeichnen.

Rikscha in front of "The Blue Mansion"

Rikscha in front of “The Blue Mansion”

George Town ist ohne Frage ein ähnlicher, definitiv aber kompakterer Schmelztiegel. Hier treffen unterschiedliche Ethnien und Glaubensgemeinschaften aufeinander  und koexistieren relativ friedlich nebeneinander – so zumindest mein Eindruck. Moslems, Buddhisten, Christen und Hindus leben quasi Tür an Tür. Während die Chinesen abends ihre Räucherstäbchen in ihren Ahnentempeln abbrennen, ruft der Muezzin zum Gebet. 

Muslim in Little India

Muslim in Little India

The guy on the right - was NOT on the phone....

The guy on the right – was NOT on the phone….

Poverty

Poverty

Dim Sum wird mit einem Bier runtergespült, während muslimische Frauen im Kopftuch in den Gassen flanieren. Zu diesem kulinarisches Vergnügen habe ich mich nicht lange bitten lassen – dessen  Konsequenzen nun leider meine Darmgegend zu tragen hat. Ein Karottensaft mit Ginger wird schon helfen, so dass ich  heute Abend abermals mit aller Vehemenz der Chinesischen Küche gegenübertreten will.

Leider werden die 3 Abende kaum reichen, das ganze Spektrum der hier vertretenen höchst authentischen Küche auszukosten. Neben den Chinesen, machen v.a. die Inder und die einzigartige Nonya-Küche diesen Ort zu einem kulinarischen Schmelztiegel. Schade, dass die Zeit kaum für alles reicht und der Darm schon jetzt grummelt – man wird alt und träge !

Dim Sum Place - Nite: 1

Dim Sum Place – Nite: 1

Nonyan Food - PORK, SQUID, SHRIMP, RIVER SPINACH - NITE: 2

Nonyan Food – PORK, SQUID, SHRIMP, RIVER SPINACH – NITE: 2

Indian Street Food

Indian Street Food

Chinese at Indian

Chinese at Indian

Little Indian at Indian

Little Indian at Indian

Tandoori Chicken with Naan Bread - NITE: 3

Tandoori Chicken with Naan Bread – NITE: 3

For desert – nobody beats Europe :-) – angerichtet von meinen italienisch/malayischen Gastgebern im Campbell House – wirklich ein tolles, kleines Hotel im Epizentrum !

Tortino al Cioccolato dal cuore morbido

Tortino al Cioccolato dal cuore morbido

Um den Hunger aufzubauen werde ich jetzt noch ein wenig durch die Märkte strollen und die entsprechenden Moscheen, Schreine und Tempel ansteuern, die sich hier auf einem halben Quadratkilometer quasi gegenüber stehen.

Indian Snack Place

Indian Snack Place

Kapitan Keling Mosque

Kapitan Keling Mosque

Street Art

Street Art

LOVE LANE by daytime

LOVE LANE by daytime

Morgen haben wir uns auch in alle Frühe zu einer Fahrt auf den Penang Hill verabredet. Die Fahrt zur 735m hoch gelegenen Bergstation soll angeblich durch verschiedene Vegetation führen – würde mich allerdings sehr überraschen, dort oben Schneemassen anzutreffen. Sollte ich einen Schneemann bauen, werde ich es Euch wissen lassen. So jetzt gilt erstmal mit der Kamera loszuziehen und ein paar Eindrücke festzuhalten. Die ich dann hier in den Text einbauen werde.

EARLY MORNING THUNDERSTORM building - seen from PENANG HILLS

EARLY MORNING THUNDERSTORM building – seen from PENANG HILLS

Verfasst von: Dennis K. | 8. Dezember 2013

No, Mr. Blatter, it is CYCLING that connects the world

Too funny, I expected a rather calm nite all by myself… went to an amazing Chinese food place… heard the word “CYCLING” and instantly connected to this DUDE….

Alexsace and COUZI-COUJI

Alexsace and COUZI-COUJI

Alexsace just opened a pretty cool Hostel called “COUZI-COUJI” in George Town on Lebuh Gereja and took some of his customers out for dinner. Erik, Nils and ? are some youngsters from Norway and Danmark who travel around the world. The FOOD was -once more!!- amazing. PORK, SHRIMP, SQUID, TOFU, MORNING GLORY (is that a veggie ?!?) you name it !!  Later on I had some beers at COUZI-COUJI…. DAMN, what happened that I am no longer 19 !

No longer 19 :-(

No longer 19 :-(

On the way back to Campbell Street I walked across those cyclists… I will call them Leeds, Barca and Liverpool (for now).

Leeds, Barca and Liverpool

Leeds, Barca and Liverpool

Withing 10min. (!!) I walked through India, China and Malaysia and had a prayer at a Mosque, Hindu and Buddhist temple…. amazing !

GEORGE TOWN IS DEF WORTH A VISIT !

Later on I even met a GERMAN GUY:

German Guy

German Guy

Cheers for now ! More pics and reports soon….

Dennis

Verfasst von: Dennis K. | 8. Dezember 2013

2. Advent – Exploring the Melting Pot

Herzliche Adventsgrüße nach Hause

Herzliche Adventsgrüße nach Hause

Liebe Kasia, liebe Familie, liebe Freunde,

ich sende Euch herzliche Adventsgrüße aus George Town, Pula Pinang, Malaysia. Leider findet  das Weihnachtsmärchen dieses Jahr ohne mich statt und auch Bene wird sich die Hauptpreise von Omamas Rupfvogel unter den Nagel reißen können. Ich hoffe, dass wenigstens die Mädels ein wenig gegen halten können.

Lieber Bene, gerade mit dem gebrochenen Handgelenk die Adventskalender DUPLOS behutsam(!) aufreißen !

Ich werde mich jetzt mal langsam in einen der letzten großen “Melting Pots” Asiens aufmachen. Die nächsten 2 Tage werden spannend werden – ich freue mich drauf !

Ganz lieber Gruß aus dem Campbell House – Mitten in Chinatown
Dennis

Verfasst von: Dennis K. | 7. Dezember 2013

Malaysia – Truly Asia… Riding the Melting Pot

  • Riding Day 15: Kangar to Georgetown, Pulau Pinang (Pelang)160km, total of 2025km 6/10 (loved the tailwinds)

Die erste Etappe rein in Malaysia gefahrene Etappe liegt hinter mir. Genau genommen eigentlich zwei Etappen, die ich – wieder einmal eigenmächtig- ein wenig nach meinem Geschmack verändert habe. Allerdings hatten vier weitere Kandidaten die gleiche Idee und so waren die ziemlich schmerzlosen 42km des zweiten Tages schnell überwunden und die Aktion bescherte uns 2 (!) Ruhetage in Georgetown, Pulau Pinang. BRING IT ON:

Verglichen v.a. mit den beiden Südprovinzen Thailands (Trang und Satun) ist Malaysia selbst im Norden sehr viel entwickelter. Gerade die südlichste Provinz Satun empfand ich als einzige Monokultur von Kautschuk-Plantagen, die sich Kilometer an Kilometer reihten. Kein Wunder ein Blick in Wikipedia offenbart, dass Thailand der mit Abstand größte Naturkautschuk-Produzent der Welt ist.

Rubber Trees with no end

Rubber Trees with no end

Schon das X-ing der Grenze war in kaum fünf Minuten erledigt. Sowohl der Ausgangsstempel als auch die Einreiseformalitäten nach Malaysia waren höchst effizient. Die Strassen sind in einem auch nach deutschen Verhältnissen tadellosen Zustand, an roten Ampeln halten die motorisierten Verkehrsteilnehmer tatsächlich an und alles in allem macht das Land einen sehr organisierten Eindruck. Trotzdem passieren manchmal komische Dinge auf den Strassen, so dass man niemals wirklich seine Konzentration schleifen lassen darf. So ist es mir bereits zweimal passiert, dass mich ein Autofahrer noch kurz überholen “musste”, um dann keine 20m weiter anzuhalten oder abzubiegen.

Thailand / Malaysia

Thailand / Malaysia

Thailand / Malaysia Lanny

Thailand / Malaysia Lanny

Auf der anderen Seite ist das Fahrgefühl auch ein ganz anderes – auf den heutigen 160km grüßten mich kaum 5 Personen – in Thailand wäre ich mich dieser Quote keinen Kilometer weit gekommen. Nicht, dass ich böse drumm bin, man kann wunderbar abschalten und gleiten, zumal sich der Nordostpassat als zuverlässiger Begleiter entpuppt.

Auch das Essen hat sich verändert – bekanntlich liebe ich die Thai-Küche, aber schon in Kangar schlug der indische Einfluss schon sehr dominant durch. Ansonsten ist das Land sehr muslimisch geprägt – gestern am heiligen Freitag waren um das Mittaggebet die Strassen wie leer gefegt, kaum senkte der Muezzin seine arabische Stimme, entleerte sich die Moschee wie ein heimisches Fussballstadion – der Unterschied zu Ägypten und Sudan war einfach, dass die Moscheegänger motorisiert zum Gebet erschienen waren – entsprechend verstopft zeigte sich die Innenstadt von Kangar.

Auf der heutigen Etappe hatten wir Lunch neben einer “chinesischen Garage” – die Chinesen sind eine extrem präsente und erfolgreiche Minderheit, die v.a. in den Städten das wirtschaftliche Leben bestimmt. Sie sprechen chinesisch, sehen sehr chinesisch aus und betritt man ihren wohl abgegrenzten Mikrokosmos, hat man hat den Eindruck, man sei in China.

Chinese Boy

Chinese Boy

Chinese Boy at Lunch

Chinese Boy at Lunch

Proud owner of a Käfer ion the Ferry to Georgetown

Proud owner of a Käfer on the Ferry from Butterworth to Georgetown

Leider bin ich nun sehr müde, ich gelobe Besserung bei diesem lieblosen Blog-Eintrag  ! Viel zu erzählen und zusammenzufassen gibt es allemal

Verfasst von: Dennis K. | 6. Dezember 2013

Back to School – Learning a Lesson of Life

This little goodnite conversation to keep my English audience entertained – I got a kick out of that one: It pretty much represents what I also like about TdA – you get to meet interesting(!) people:

My roommate P. is 71 years old, a Dr. of Philosophy and he has been blowing some nasty farts from day 1 and feels quite comfortable about walking around naked:

Dennis (farting): „Sorry about that“.
Dr. P.: Dont’t feel sorry about it – farts like that are a blessing. Sometimes I try to fart like that and I end up with shit in my underwear.
Dennis (bursting out laughing)

  • Riding Day 12:  Ao Nang to Trang, 144km,  total 1647km, 8/10 (because of my school visit)
  • Riding Day 13: Trans to La Ngu, 108km, total of 1755km, 5/10 (rain again),
  • Riding Day 14: La Ngu to Kangar in Malaysia, 110km, total of 1865km 8/10 (lovely ride into Malaysia)

My dear friends,

I am tired, I have very numb hands and a sore ass, I was trying to keep this blog very “international” but it is hard as it is to keep in German only, so for those non-German speaking friends, enjoy the pics or ask google for a translation:

Der 12. Radtag aus Ao Nang war ein Tag, der in mir gemischte Gefühle weckte. Zum einen kannte ich die ersten 80km, waren Kasia und ich diese Strecke doch Anfang 2012 mit dem Mietwagen von Krabi nach Koh Landa gefahren. Koh Landa hatte uns eigentlich am besten in der Phang Nga Bucht gefallen, aber den Weg dorthin hatte ich bis zur Abzweigung nach etwa 80km (von Ao Nang gerechnet) nicht in wirklich guter Erinnerung

So war es auch, dass wir Krabi Town rechts liegen liessen, was für Kasia leider bedeutete, dass ich den “Schmuckhersteller” am Markt nicht nochmal aufsuchen konnte – wir hatten dort vor 2 Jahren eine süße in Leder gefasstes Halskette gekauft. Danach liessen wir den Flughafen links liegen und die Strecke wurde recht eintönig – auch ein kurzer Stopp am Markt wollte mich an diesem Morgen nicht wirklich aufheitern. Als ich Catriona (eine Kanadierin mit sehr akuten schottischen Wurzeln) passiert, gähnte sie mir ein “How boring today” entgegen, dem ich ehrlich nicht wirklich widersprechen konnte.

Irgendwie war dieses “How boring” aber auch eine Art Weckruf für mich, denn eigentlich ist man gerade auf so einer Reise seines Glückes Schmied und es gibt so viel zu erkunden und zu entdecken, wenn man denn nur will. Keine 30 Sekunden später bog ich also einfach mal in eine Schule, aus der das Orchester seine selbst für meine ungeschulten Ohren klägliche Töne in den noch immer frühen Morgen entliess !

Irgendwas war hier anders, alle waren feierlich gekleidet, alle schleppten große, weisse Plastiktüten mit viel Leckereien mit sich herum und alle lachten als ein in Lycra gepresster Mzungu (so nennen die Ostafrikaner den Weissen Mann), hier wäre wohl Ferenga das richtige Wort, völlig unerwartet auf ihrem Schulhof aufkreuzte.

Mein erster Stopp führte mich dann auch gleich zum Schulorchester. Ich bin ja nicht wirklich musikalisch, aber die Kameraden standen mir wirklich um nichts nach: (hier werde ich noch zeitnah eine kleines Video der Falschspieler hochladen). Zunächst mal ein Bild !

Orchestra at school

Orchestra at school

Danach führte mich mein Weg  in Richtung Hauptgebäude, vor dem zwei bestimmt dreissig Meter lange Tischreihen aufgebaut waren, an denen Dutzende von Kindern standen. Ich muss ein wenig unbeholfen -um nicht ratlos zu sagen- ausgeschaut haben als ich an der Kopfseite der Reihe vor ihnen stand. Die Kinder waren aber über den runden Mzungu in einem KUH-Trikot mindestens ebenso erstaunt. Erst guckten wir uns nur an, dann begann  das allgemeine Gekichere, das in allgemeiner Unruhe und Gelächter mündete.

2 LONG rows of tables in front of the main building

2 LONG rows of tables in front of the main building

Das rief natürlich die Lehrer und einen Pulk von Hausmeistern auf den Plan. Irgendwie stand ich den Lehrern zu “prominent”, aber “verjagen” wollten sie die Weißwurst auch nicht. Ich erkannte das Dilemma und stellte mich ein wenig abseits, um den Grund des Ganzen herauszufinden. Während dieser “Nachforschungen” wurde unter ebenso dilettantischem Trompetenspiel die Thailändische Fahne gehisst.

Rising the flag

Rising the flag

So trat der oberste Würdenträger (wahrscheinlich der Schulleiter)  in Ausgehuniform auf den Plan. Er begrüßte mich sehr europäisch mit Handschlag und einem “Welcome, how are you”, wobei ich mich aber des Eindruckes nicht erwehren konnte, dass seine Englischkenntnisse -zumindest in dieser “Eloquenz”- damit auch schon erschöpft waren.

Principal just before the handshake

Principal just before the handshake

Irgendwann erschien dann eine weitere nicht offiziell gekleidete Person und nahm sich meiner an. Zuvor meinte ich schon den Grund des Ereignisses erfahren zu haben. “Faders Day” konnte ich einem der Sportlehrer entlocken… weit gefehlt !

Die mir nun zur Seite gestellte Person stellte das Ganze  richtig, am morgigen Tag, also am 5. Dezember feierte der König von Thailand seinen 86. Geburtstag. Trotz aller momentanen politischen Wirren steht eine Person völlig aussen vor: und das ist halt der König. Habe ich bei einer Demo vor einem Bezirksgebäude in Prachuap KhiriKhan höchst aufgebrachte Menschen erlebt, die schimpften und pfiffen wie die Rohrspatzen, immer wieder drehten sich einige zu mir um und  liessen mich wissen: “but I love the King”.

Die Person, die sich meiner annahm, war wohl einer der Englischlehrer. Er lud mich erstmal zu einem Kaffee und “Biskuites” ein, und erklärte mir das Ganze:

Höhepunkt der Zeremonie ist die Spendenübergabe an die Mönche. Die Mönche in Thailand dürfen nicht arbeiten und werden von der Bevölkerung ernährt. So sieht man sie morgens meist auf “Nahrungssuche” – das Überraschende an der ganzen Geschichte ist, dass die Menschen manchmal devot vor den Menschen knien, um ihnen etwas geben zu dürfen !!  Besondere Spendentage sind halt die großen Nationalen Feiertage und ein besonders großer ist eben der Geburtstag des Königs. Da die Schule aber an diesem Feiertag geschlossen ist, übergaben die Kinder ihre Spenden halt einen Tag früher.
Ich sollte mich noch ein wenig gedulden, die Mönche wären schon im Lehrerzimmer und es würde gleich los gehen. Ich warf noch einen kurzen Blick auf das Geburtstagskind und begab mich dann zur  Tischreihe…

King of Thailand

King of Thailand

Zuvor wurden von den Lehrerinnen noch Gruppenphotos gemacht, auch sie hatten ihre Ausgehuniform an und die eine fühlte sich hübscher als die andere….

Teachers in uniform

Teachers in uniform

Auf einmal erschien eine Gruppe von vielleicht 5 Mönchen und das besondere war die gesamte Entourage, die sich bemühte, die übergebenen Nahrungsmittel sofort aus der Schüssel des Mönchs zu fischen und höchst effizient in Säcken und Körben verschwinden zu lassen. Die Mengen waren enorm und füllten insgesamt mal locker einen LKW.

Geld wird in Umschläge gepackt und von diesen sah ich dutzende – allerdings bekommen die Mönche das Geld wohl nicht direkt, sondern es geht wohl irgendwie an “Treuhänder” – so bin ich auch noch 200 (!) Baht losgeworden und in meiner  Recherche im Netz musste ich schmunzelnderweise feststellen, dass Thailand auch schon den einen oder anderen Tebartz van Elst-Mönch zwar nicht in einer 15.000 Euro-Wanne, dafür aber bei einem ausschweifenden Lebensstil “erwischt” hat. Leider ist meine Kamera ein wenig feucht geworden. Ich hatte auch meinen Lieblingsmönch – der Chef war es nicht, aber so ein süsser Opi-Mönch mit extrem schiefen Zähnen, der war schon extrem kultig ;-)

Chief Monk

Chief Monk

Favourite Monk

Favourite Monk

Awaiting the Monks

Awaiting the Monks

Clearing Effciency

Clearing Effciency

So, Lesson of the Day – the good things don’t come to you for free, you better be out there looking for them. Es war ein toller Vormittag – THANK YOU

My Teacher of the Day

My Teacher of the Day

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