Verfasst von: Dennis K. | 28. Januar 2012

Koh Phi Phi und die normative Kraft des Unvermeidlichen

Beeindruckender Blick aus der Maya Bucht auf Kho Phi Phi Lee – “The Beach”

Waren wir bisher immer mit dem Longtail auf Fährverbindungen unterwegs, “beseelte” uns der Wunsch, die legendäre Inselwelt Kho Phi Phis kennzulernen. Nach unseren ersten Eindrücken des Massentourismus auf Phuket und die zahlreichen Phi Phi – Angebote in Krabi Town hätte man sich eine Eintages-Tour auf dem Speedboat zur Hauptreisezeit eigentlich schenken müssen. Aber manchmal will man eben nicht hören auf die normative Kraft des Unvermeidlichen.

So waren Kasia und ich uns doch zu einig, dass wir die Phang Nga-Bucht ohne einen Besuch von Phi Phi nicht verlassen wollten. Im Nachhinein ärgere ich mich über meine Bequemlichkeit. Für 1200 Baht (30€) sollte uns eine geführte Speedboat-Tour die drei Inseln Koh Phi Phi Don, Leh und Bamboo Islands “näher bringen”. Mit dem eigenen Longtail nur für uns hätte es zwar nur für zwei Inseln gereicht, es wäre aber zumindest persönlicher und kaum teurer geworden.

Die nette Dame von Otto zwinkerte uns bereits beim Buchen zu, wir sollte doch lieber nach Koh Roc oder auf eine andere noch “unberührte” Insel. Wer nicht hören will, muss fühlen. So donnerten wir mit 50 Sachen unserem Unheil, bzw. “The Beach” entgegen.

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass ich den Film bis heute nicht gesehen habe, aber jetzt durchaus nachvollziehen kann, dass es hier in den 90er Jahren durchaus paradiesisch WAR. Jetzt kommt man sich nur noch vor wie in einer asiatisch-europäischen Sardinendose:

Geradezu skurriler Blick in die Bucht vom gleichen Standort

Als zweiter Stop stand ein halbstündiger Schnorchelausflug am Hat Yao an. Diesmal schlauer – ich liess mein T-Shirt an- bestaunte ich die Meeresflora und -fauna. Wir waren umgeben von abertausenden von Fischen, die aber für das “richtige” Erlebnis noch “angefüttert” wurden. Irgendwie kam ich mir betrogen vor und wunderte mich, dass uns der Fischschwarm urplötzlich verliess. Des Rätsels Lösung lag etwa 30m weiter – die Japaner fütterten noch viel ausgiebiger für ihre Kunden an. Die gesamte Korallenwelt war dem Massentourismus im Übrigen zum Opfer gefallen – dies konnten sogar meine biologisch ungeschulten Augen erkennen.

Ich will jetzt hier keine schlechte Stimmung aufkommen lassen, aber der Mensch macht in der Tat so viel kaputt. Kann ein sanfter, elitärer Tourismus mit 30-fach höheren Preisen für ein Dreissigstel der Menschen die einzige Lösung sein? Ich bin ratlos. Egoistisch, hedonistisch fliehen die wahren Individualtouristen längst nach Myanmar, Vietnam und Mosambik – auf Kho Phi Phi ist das Paradies leider nicht mehr zu finden…

Schnorcheln am Hat Yao vor Koh Phi Phi Don

Auf Bamboo Islands hatten wir unseren dritten Stopp. Zwar war auch dort einiges los, da es aber einige vergleichbare Inseln dieser Art in der Nähe von Koh Phi Phi gibt, verlief sich der Ansturm ein wenig.

Kasia vor einem Longtail auf Bamboo Islands – weisser Sand wohin das Auge reicht

Zum Schluss legten wir noch in Ban Laeng Trom an – einer völlig überfüllten, weissen Landzunge zwischen einem wild zerklüfteten Kalksteinmassiv auf der einen Seite und einem lieblich geschwungenen Hügel aus Kokospalmen auf der anderen Seite.

Ich weiss, dass ich Gefahr Laufe, die Gefühle von Hinterbliebenen zu verletzten. Aber hat man das Gedränge an einem der wirklich bilderbuchschönen Orte dieser Welt einmal gesehen, so kann man sich über den zynisch fatalen Selbstreinigungsprozess von Mutter Natur nicht mehr allzu sehr wundern. Am Abend zuvor schaute ich mir auf Youtube einmal die Liveaufnahmen von Kalle Widelius an. Koh Phi Phi kam letztendlich aufgrund seines natürlichen Schutzes der Bucht noch “glimpflich” davon.

- andere Ort, wie zum Beispiel Khao Lak traf es bedeutend intensiver. Durch den Massentourismus ist dieses Naturunglück besonders gut in Thailand dokumentiert. Kaum vorstellbar ist aber die Zerstörung in Indonesien mit deutlich über 120.000 Todesopfern unmittelbar am Epizentrum des Seebebens.

Rimini in den 70ern, nein Ao Ton Sai auf Kho Phi Phi Don !

Deutlich ruhiger, geradezu beschaulich ging es einen Tag später am Hat Noppharat Thara zu. Habe ich das große Spiel der Welt gesehen, so kehre ich weiser in mich selbst zurück (frei nach Goethe)

Hat Noppharat Thara – Bucht nahe von Ao Nang, die Sandsteinbucht von Rai Leh im Hintergrund

Stay tuned !

Verfasst von: Dennis K. | 28. Januar 2012

Otto, Ewa und Johannes auf Koh Lanta

Buddha vor urwaldbewachsener Sandsteinkulisse auf dem Wat Than Sua, die 1273 Stufen forderten nicht nur Kasia Einiges ab.

Abwechselungsreiche Tage liegen hinter uns und so langsam neigt sich unser erster Asienbesuch dem Ende entgegen. Von Krabi Town brachen wir auf in Richtung Koh Lanta, eine am südöstlichen Ausgang der Phang Nga-Bucht gelegene Inselgruppe. Für unsere letzte Woche hatten wir uns einen günstigen, einfachen Wagen gemietet. Ironischerweise fanden wir mit Koh Lanta den bisher schönsten Ort unserer Südthailandreise, der auch mit Longtails gut erreichbar gewesen wäre. Hier entschieden wir uns auch die gesamte letzte Woche in der Ph Nga-Bucht zu bleiben und nicht wie ursprünglich geplant in die drei Südprovinzen weiterzureisen. Ex-post wäre der Wagen somit nicht wirklich nötig gewesen. Bieten sich von Krabi aus auch einfache Verbindungen zum Flughafen von Phuket an, wo wir am Montag Thailand leider wieder verlassen müssen.

Nichtsdestotrotz verleiht ein eigener Wagen ein zusätzliches Maß an Freiheit und Unterbringungsmöglichkeit des Gepäcks. An den in Thailand herrschenden Linksverkehr gewöhnten wir uns schnell und so erreichten wir die Doppelfähre (132 Baht, 3,20 € für Auto und Passagiere) und Koh Lanta nach knapp 120km recht stressfrei. Südlich von Krabi ist die Region weitestgehend von muslimischen Thai bewohnt. Ein stolzer Vater hatte diesmal keine Einwände, die Dreierbesatzung seines Mopeds photografieren zu lassen:

Zuckerrohr (?) und Kopftuch, welch süße Mischung – 3er Besatzung eines Mopeds auf der Fähre nach Koh Lanta

Koh Lanta war die bisher erfreulichste Insel Südthailands. In die Landschaft geschickt eingebetter Resorttourismus und einfache Strandhütten für alternative Aussteiger teilen sich die Lagen an traumhaften Sandstränden und Urwaldriesen als Kulisse im bergigen Hinterland der Insel.

Wir entschieden uns diesmal wieder für die einfachen Unterkünfte, konnten aber im idyllisch “Where else” leider keine Hütte ergattern – restlos ausgebucht. Ewa, eine ungarische Wahlfränkin und Johannes, ein weltenbummelnder Self-Made Bayer gewährten uns einen Einblick in ihr einfaches, aber einnehmendes Stranddomizil – die beiden sollten uns im Laufe unseres Koh Lanta Besuches nochmals begegnen:

Zu Besuch bei Ewa und Johannes im “Where else” – Dennis im “Turmzimmer”

Bei Otto fanden wir durch Zufall dann doch noch eine einfache Strandhütte – erfreulich, ist Otto die angesagteste Strandbar am ganzen Klong Nin Strand. Otto heisst im Übrigen auf Thai “alles easy” und so erstaunte uns der süssliche Geruch in der Strandbar kaum, den sowohl Einheimische als auch Rucksacktouristen produzierten. Hoffentlich kann Jimmy wirklich so gut mit der örtlichen Polzei – einen 20jähriger Besuch Thailands hinter “schwedischen Gardinen” wünsche ich keinem der “Aussteiger”.

Kasia geniesst den Sonnenuntergang vor unserer Strandhütte.

Am nächsten Tag “besuchten” uns durch Zufall Ewa und Johannes – auch sie hatten von Otto gehört. Ewa arbeitet bei Audi in Ingolstadt und Johannes hat ein höchst abweselungsreiches Leben hinter sich. Semiprofifussballer zu Beckenbauers Zeiten, Landwirt, Immobilienhändler in Kroatien, Tennislehrer mit 50 und jetzt eigentlich verstärkt Weltenbummler. Philosophieren über das Leben, die Wirtschaft, die Europäische Union und Afrika bescherten uns einen höchst abwechslungsreichen Nachmittag. Auch wenn ich als wissenschaftlich geprägter Mensch und überzeugter Europäer Johannes Sicht nicht immer teilen konnte, werde ich mich in der Zukunft nochmal mit seinen Ideen auseinandersetzen – so zumindest der Plan. Wer interessiert ist, möge mal unter www.wunsch-kraft.de vorbeischauen. Die beiden verbringen nach Thailand ein paar Wochen in Deutschland, danach fliegen sie nach Namibia, wo Johannes südlich vom Windhoek bei einem Bauern eine Lodge bauen will. Mit 65 kann man noch so tolle Pläne haben. Ich werde in Kontakt bleiben und den Fortschritt verfolgen.

Ein extrem lustiger und unterhaltsamer Nachmittag bei Otto mit Ewa und Johannes

Teil 2 unseres Aufenthaltes auf Koh Lanta folgt morgen…. Dschungelwanderungen, Frisörbesuch und der ewige Konflikt mit “sehen müssen” und dem sich frei machen vom “Müssen” – Koh Phi Phi, die Insel von Leo Di Caprios “The Beach”

Verfasst von: Dennis K. | 25. Januar 2012

Farewell Koh Yao Noi, stop-over in Krabi Town

Abschied von Koh Yao Noi

Nach 4 Nächten auf Koh Yao Noi ging es erstmal per Longboat zum Pier an der Ostküste der kleinen Insel und dann weiter mit dem Speedboat zu einem Pier vor Krabi Town. Auf dem Speedboat trafen wir dann auf die netten drei Damen vom Grill, die in meinem letzten Blogeintrag bereits Erwähnung fanden.

Für 200 Baht brachte uns ein LKW ins ca 25km entfernte Krabi Town. Auf der Pritsche lernten wir noch einen Rockclimber aus San Francisco kennen. Die Sandsteinformationen der Phang Nga-Bucht bilden das Eldorado Südostasiens für Rockclimbing. Kasia schien mehr Interesse an den Äußerlichkeiten des jungen Mannes aus San Fran zu haben, denn mein Interesse an seinen Reisegeschichten. Thailand einmal anders…

Krabi Town war auf einen ersten Blick eine nicht so einladende Stadt, entpuppte sich aber spätestens am frühen Abend als ein recht cooles und günstiges Gateway zu den verschiedensten tollen Orten der Phang Nga-Bucht. Nach kleinen Versuchen des Feilschens meinerseits erstanden wir noch eine handgeknüpfte Kette und einen Armreifen für Kasia – nachvollziehbare 10 Arbeitsstunden rechtfertigten dann auch die 1200 Baht für den Schmuck. Bilder dazu folgen an anderer Stelle.

Danach stärkten wir uns am Abendmarkt: zwei große Chang-Bier, Frühlingsrollen und Moo mit Gemüse für 190 Baht (3,90€) luden ein zum Verweilen. Dazu gesellten sich noch das eine oder andere Bier mit einem mittlerweile in Kopenhagen lebenden Iren, der uns mit weiteren Reisegeschichten versorgte.

Fliegende Garküchen in Krabi Town

Die vorgefundenen Toiletten machten Kasia wenig Freude und erinnerten mich hingegen eher an Luxustage in Afrika

Luxustoiletten in Krabi Town

Nicht unerheblich alkoholisiert hatten wir dann noch viel Spass auf dem Weg zurück in unsere Herberge. Thailand macht soooo viel Spaß !!

Verfasst von: Dennis K. | 24. Januar 2012

After Cycling – Phang Nga Bay – part 1

Südthailand (Petchabu to Kata Beach by bike)

Nachdem wir wohlerhalten nach 930km unsere Radtour von Bangkok nach Phuket beendeten, soll dieser Blogeintrag erstmal “unsere Tage danach” beschreiben. Nach zwei Nächten im CC Blooms ein wenig abseits des Kata Beach hatten wir genug – schon die ersten Eindrücke auf dem Bike reichten uns – Patong und Konsorten unterscheiden sich kaum vom Pauschaltourismus ala El Arenal oder Los Americanos. Skandinavier gaben den Deutschen, Deutsche den Russen die Klinke in die Hand, Bundesligaspiele bei Wienerschnitzel und Weißbier mögen auf den Wiesn nett sein – nicht aber meine Erwartung an Südostasien!

Nach bereits 40min brachte uns ein Longtailboat für 130 Baht (€3,20) nach Koh Yao Noi, eine Insel in der Phang Nga-Bucht. Was mir vor dieser ersten Thailandreise überhaupt nicht klar war, ist die Tatsache, dass der Süden von Thailand muslimisch dominiert ist. Hatte ich in Südostasien bisher lediglich Indonesien und Malaysia mit einer muslimischem Bevölkerung in Verbindung gebracht, so merkten wir bereits auf unserer Etappe zwischen Chumphon und Ranong erste muslimische Einflüsse und hatten spätestens in Ranong das buddistische Kernland Thailands gänzlich verlassen. In Phuket ging der Einfluss dann wieder zurück, aber mit der Überfahrt nach Koh Yao Noi landeten wir in einer rein muslimischen Gemeinde mit der Konsequenz, dass wir Chang-Bier im örtlichen 7eleven vergeblich suchten. Die Insel wurde erst zur Jahrtausendwende elektrifiziert und nur die Kernstrassen sind mittlerweile asphaltiert. Bei unserer Herbergswahl war uns auch noch nicht bewusst, dass der Tidenhub erheblich ist. So zieht sich das Meer an einigen Stellen einige hundert Meter zurück und verunmöglicht zur Ebbe ein Schwimmen.

Beeindruckend ist auch die Thailändische Effizienz, Pläne des öffentlichen Nahverkehrs werden eingehalten, Belade- und Entladevorgänge benchmarken so manche Aldikassiererin, dabei behalten die Thai aber stets ihre Freundlichkeit und ihren Abstand. Freuen sich buddistische Thai über die Bitte ein Photo machen zu dürfen, ist dies von ihren muslimischen Landsfrauen nicht immer so gerne gesehen. Wie ich von Kristian Pletten in Afrika lernte, muss ein Photograph aber manchmal auch ein wenig “über Leichen gehen”, will man auf “sein” Photo nicht verzichten. Der eine oder andere Blogleser wird die Haltung nicht nachvollziehen können. Grundsätzlich frage ich Menschen, bevor ich von ihnen Bilder mache – die drei Damen vom Grill mögen mir mein hinterhältiges Vergehen verzeihen:

Koh Yao Noi to Krabi Town (muslim part of Thailand), Gucci-Bag in Fendi-Style – awesome !

Eine weitere Lektion lernten wir an unserem Badetag. Ein Longtail brachte uns während der Ebbe auf eine vorgelagerte Miniinsel, die zum Sonnen und Schnorcheln nur so einlud. Habe ich bei meinen Radtouren eine gewisse Sonnenschutzroutine entwickelt, lernte ich “the hard way”, warum so viele Schnorchler bei ihren Aktivitäten ein T-Shirt tragen. Kasia und ich glichen rosaroten Hummern nach unserem Schnorcheltag und eine wirklich unangenehme Nacht auf dem Bauch folgte. @Goran, dies hättest Du bei Deinen Schnorchelempfehlungen ruhig erwähnen dürfen. Den Schnorcheltag vor Koh Hong möchten wir trotzdem nicht missen:

Unser Schnorchelparadies vor Koh Hong

Mehr von Krabi Town und Koh Lanta bald !

Verfasst von: Dennis K. | 17. Januar 2012

TdA – Racing Guide for Dummies 1.0

Just read Bryce Walsh’s tweet on racing in Egypt. It brought a big big smile on my face:

“The gamesmanship has begun. Rutiger snuck away early today and skipped lunch to win the stage.”

Here some advice if you really want to RACE TdA ALL THE WAY to Cape Town:

(1) Dont read this guide, apply for an interview with Paul Wolfe. He is a racer, he got the legs and knows the tricks
(2) Do not ask the Bram brothers for advice on tires, tubes, screws. They are experienced Tuktuk racers in India – their advice is of no help in Africa though. If you are really down and feel shitty, call them and ask them about stage 2.
(3) TdA is not an eating contest, get ready to skip lunch
(4) TdA is not a drinking contest either, skip the diplomat dives in Khartoum, racing with a hangover towards Dinder ain’t fun, you may get thirsty and need a cokestop
(5) Don’t get annoyed by lunch tricks, make friends and let them ride, lunch tricks are annoying in Egypt and Sudan, you will laugh at them in Ethiopia, if you notice a lunch trick in Kenya and still get annoyed you should immediately hand in your ibutton. TdA as a race is not for you.
(6) If you got the legs, win stage 2, get yourself the 30min bonus and wolfe the rest into Cape Town
(7) Do not take down your tent 3mins before they close the truck doors, the racers might be gone, so will be the trucks
(8) Do not race with Sherif and his Egyptian friends into Idfu, only Egyptians know how to shortcut a roundabout and dodge a Tuktuk and monkey at the speed of 50km/h you certainly do not and end up at Idfu hospital with no grace days left after the ferry
(9) Try to weigh in about 8kg above your ideal weight in Egypt, you will be just fine after Arba Minch
(10) Don’t bring Asprin with you, your racemates will, bring Cipro, bring a lot, if you dont feel right, take Cipro, if you feel great take Cipro too
(11) Do not shake hands in Ethiopia, try not to touch money bills in Ethiopia, pay all the bills in Egypt and Sudan and have your racemates pay the bills in Ethiopia
(12) If you read advice 12, you are really determined about racing TdA, you should NOT, race PBP, RAAM or Tortour and enjoy Africa, call Baastian and have him give you Ernas mobile number, she will tell you what racing in Africa is all about

Verfasst von: Dennis K. | 17. Januar 2012

der erste gemeinsame Radurlaub – Impressionen

Ein Bericht unserer Tour von Bangkok nach Phuket wird folgen, hier zunächst ein paar gemeinsame Bilder auf dem Rad:

Am Isthmus von Kra, der schmalsten Stelle der Thailändischen Halbinsel

Im Dress des Veranstalters

Im Flachen rollte es vorzüglich

Ein paar Extrawatt taten an den Anstiegen manchmal gut.

Verfasst von: Dennis K. | 12. Januar 2012

(One) Nite in Bangkok

Gesichter, die einfach Freude machen

Wie schon zuvor in Afrika scheine ich mit meiner Berichterstattung ein wenig “hinten an” zu sein. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, zeitnah von unserer Tour durch Thailand zu berichten. Diese Nachlässigkeit ist definitiv nicht einer fehlenden Infrakstruktur geschuldet – ich habe einfach viele neue Eindrücke zu verarbeiten und geniesse zudem unseren Aufenthalt in einer für mich völlig neuen Welt.

Nun sitze ich hier am Strand kaum 15km von Chumphon entfernt und unsere Radreise befindet sich schon in der Halbzeitpause. Wir haben bereits ca. 450km auf dem Radl zurückgelegt. Trotz meiner reichhaltigen Erfahrungen auf dem Rad durch Afrika bin ich ein wenig demütig in Bangkok angekommen. Zu Recht, denn diese Stadt brummt. Alt trifft auf neu, Moderne auf Tradition.

Bangkok war nie ein Ziel, sondern eigentlich nur ein Startpunkt auf einem Weg in ein neues Reiseland. Ein paar Metropolen dieser Welt durfte ich schon kennenlernen, doch merkt man hier – wie wahrscheinlich auch in Schanghai, Hong Kong oder Mumbai auch – in welchem Umbruch sich die vermeintlichen Schwellenländer befinden.

Aus unserem Zimmer

Nachdem das Hochwasser seine Spuren noch immer an vielen Orten der Stadt hinterlassen hatte, blieben die Touristen aus. So war es möglich, unsere zwei Nächte für weniger als 140€/Nacht und Zimmer in einem der drei exklusivsten Hotels zu buchen. Lustig, wir waren wohl die einzigen Gäste, die via Skytrain für weniger als 120 Baht, 3 €, anreisten und unser Gepäck in die Lobby hievten, um dann den Portiers die gleiche Summe für die Gepäckübergabe in den 57. Stock zu übereignen :-)

Die zwei folgenden Tage nutzten wir dann für die Akklimatisierung – Jetlag und Temperaturen um 32°C taten ihr Übriges. Die Tatsache, für solch eine Metropole nur 2 Tage zu haben, hätte mich in der Vergangenheit ein wenig unruhig gemacht. Nicht so dieses Mal – wir beschränkten uns am ersten Tag auf den/die/das Wat Po und den Königspalast und genossen unsere Eindrücke auf einer Longboatfahrt auf dem Chao Praya und in Chinatown.

Am Chao Praya auf dem Weg zum Wat Po

Der 27m liegenden Buddha im Wat Po

Natürlich ist es schön, von einer eloquenten Führung die Dynastien Rama I – V vermittelt zu bekommen, auf der anderen Seite habe ich gemerkt, dass in den wenigsten Fällen wirklich etwas hängen bleibt, es sei denn, man hat sich selbst schon ein wenig auf das Unbekannte vorbereitet. So verzichteten wir am ersten Tag auf weitere Highlights und erfuhren Bangkok auf langen Fußmärschen durch seine Gassen.

Pediküre, the “Thai Way” – mit einem Schlüssel

Mönche mit einer sehr westlichen Geste

An der Longboatstation

Thai? – wohl nicht

Von Tag 2 und der Radtour erfahrt Ihr in den nächsten Postings

Verfasst von: Dennis K. | 10. Januar 2012

Africa meets (K)Asia

Vor genau einem Jahr befand ich mich auf dem Weg nach Kairo. Heute befinde ich mich knapp 400km südlich von Bangkok und bin seit 3 Tagen wieder auf dem Rad unterwegs, es geht nach Phuket – diesmal sogar mit meiner Freundin Kasia. Es liegt ein ungeheuer erlebnisreiches Jahr hinter mir und gerade zwischen den Feiertagen wurde mir abermals bewusst, in welch glücklicher, privilegierter Lage ich mich befinde. Auch führten mir die zurückliegenden runden Familiengeburtstage wieder einmal vor Augen, wie endlich das eigene Sein ist, wie schnell alles vorbei sein kann.

Eine Freundin meiner Eltern, eine Nachbarin, verabschiedete nach den Weihnachtstagen ihre Kinder, um in der folgenden Nacht bewusstlos aufgefunden zu werden – Gott sei Dank beenden Schlaganfälle nicht nicht immer das Leben, sie verändern es aber in aller Regel. Schicksalsschläge dieser Art führen mir immer wieder vor Augen, dass ich ich glücklicherweise vor einem Jahr einem Ruf gefolgt bin, der mich über 12000km durch Afrika geführt hat. Diese Erfahrungen kann mir bis an mein Lebensende keiner mehr nehmen.

Nein, Afrika hat mich nicht abrupt verändert, nein, die Ziellinie im Kapstadt war nicht der BigBang, der einen Dennis 2.0 hervorbrachte. Und doch zeigen mir die in den letzten Monaten getroffenen Entscheidungen, wie nachhaltig das Erlebte mich beeinflusst. Ich folge viel mehr meinem inneren Antrieb, weniger getrieben bin ich von äußeren Erwartungen. Ich fühle mich freier und bin mit dem Leben, das ich führe, im Reinen.

Aber auch mein eigenes Wertesystem geht kritisch mit dem Umstand um, dass die materiellen Voraussetzungen für das von mir geführte Leben zu einem großen Teil von Anderen geschaffen wurde. Doch ist mir in den letzten Jahren bewusst geworden, dass ich nur einen Unterschied machen kann, wenn ich bei meinem Job mit dem Herzen dabei bin. Und so nutze ich die mir zur Verfügung stehenden Freiheitsgrade auf der Suche nach diesem Job – das wäre auch im Sinne meiner Patentante gewesen !

Mein nächster Job wird mich als Radguide nach Mallorca führen. Was andere mit 20 machen, mache ich halt mit 40 und um den Regierenden Berliner Bürgermeister zu zitieren: “Das ist auch gut so”. Menschen werden verstärkt die Welt auf zwei Rädern entdecken wollen. Sei es zum Trainieren zwischen Pageira und Alcudia, sei es zu kulinarischen Entdeckungen in den Hügeln von Barolo und Barbaresco, sei es eine exotische Radtour zwischen Bangkok und Phuket oder eine Hardcoretour von Kairo nach Kapstadt. Meine 2 monatige Mitarbeit bei Champions-Training wird mich abermals in den Radtourismus bringen – diesmal aber aus Anbietersicht.

Bis dahin folgt meinen Reiseberichten aus Thailand, dem Land des Lächelns, des unfassbar leckeren Essens und der unschlagbaren Januartemperaturen. Stay tuned !

Verfasst von: Dennis K. | 31. Dezember 2011

Life is beautiful, Tom !

I had a great great 2011 – I know the years to come will have a challenging benchmark but I got the faith !

What a way to celebrate 2011, life cannt get any better: cycling, memories of TdA 2011, Weisswurst, Pretzel and beer and Kasia’s choccolate heart.

Check out my blog soon ! All the best for 2012 – keep on riding…..

Verfasst von: Dennis K. | 9. August 2011

Alpes Maritimes

Back on the road cycling: One week in Southern France. Lost my EFI on the 2nd day because we all got rained out bad ! Managed to ride Cime de la Bonette (2802m from the medsea beaches :-) ) , Col de Vars (2057m), Col de Izoard (2360m), Lautaret (2058m), Galibier (2645m), Telegraph (1570m) and Croix de Fer (2067m) and 403km in 3 rides… Sounds like I start liking the mountains…??? NAY !!!! Picture and blogupdate tomorrow !

TdA pose at Fausto Coppi Memorial

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