Verfasst von: Dennis K. | 19. Januar 2011

Erste kleine Bilderserie, Etappe 5

5. Etappe, EFI, 138km und 660km total.

Der Mopp tobt und will befriedigt werden, aufgrund der zahlreichen Bitten hier ein bissl gefummeltes Bilderupdate – zunächst einmal der Einfachheit halber in mein Facebookaccount hochgeladen:

http://www.facebook.com/album.php?aid=281717&id=753979532

Im Moment spielt zugegebenerweise noch das Rennen ein große Rolle, ich habe mich jetzt eigentlich entschieden, wirklich wie anfänglich geplant, die komplette erste Sektion von Kairo nach Karthoum auf Zug zu fahren. Zunächst einmal scheint dieses Jahr das Niveau der Fahrer nicht ganz so hoch zu sein, so dass ich im Flachen zu meiner Überraschung bereits jetzt im Rennen einige „Akzente“ setzen konnte, auch bekommt mir das scharfe Fahren momentan noch recht gut, leichter und trainierter war ich bisher noch nie Mitte Januar und so kommt mein Motor sehr gut auf Touren – Sorgen macht mir bisher nur der allgemeine Gesundheitszustand einiger Mitfahrer, von denen viele bereits sehr stark erkältet zu sein scheinen. Am 2. Tag hat es bei der 160 etwas KM-Mandoetappe ein ähnliches EFI-Sterben wie im letzten Jahr gegeben, da wir auch dieses Jahr dem kräftigen Gegenwind ausgesetzt waren. Der EFI- Status steht im Übrigen für Every F**king Inch und wird nur an die Fahrer verliehen, die tatsächlich jeden der 12000km aus eigener Kraft mit dem Fahrrad fahrend oder auch schiebend zurückzulegen in der Lage waren.

Da ich mir aber so ziemlich jede Erkältung zulege, die in meinem Umfeld grassiert, sehe ich mich spätestens im Sudan schon fiebrig auf dem Opa Alfons sitzen. Eine gute Nachricht lässt sich dem letzten Satz aber auch entnehmen. Die politische Situation ist im Sudan momentan ruhig, so dass unserer Durchfahrt nichts entgegen steht.

Heute ging es weg vom (Roten) Meer, das wir (insallah) dann auch in Südafrika erst wieder sehen werden. Ein 40km Anstieg mit lediglich 2, in der Spitze maximal 5 oder 6% Steigung veranlassten mich phasenweise das gesamte Racerfeld anzuführen und auf die wohl 9 stärksten TdAler und die 4 Ägypter zu reduzieren. Ein kurzer Antritt und dann 10 minütige kaum 300 Watt reichten dazu aus. Paul, Horst und die beiden Brams ließen sich davon natürlich nicht beeindrucken – an sie war der Spielball aber selbstredend auch nicht gerichtet. Oben an der Passkuppe haben Paul und ich dann konsequent draufgehalten, so dass die Bram – Brothers mit einem (zumindest von mir ) unbemerkten Kettenspringer ebenfalls in Probleme kamen. Nach einer Klärung der Situation kamen wir dann aber gemeinsam zum Lunch und fuhren dann bis ins Ziel eine recht große Lücke auf den Rest. Der Zielsprint ging an den großen Bram, das Hinterrad Von Sherif war zumindest heute eine schlechte Wahl.

Ich hoffe, dass ich in Luxor und am Ruhetag mein EDV-Chaos in den Griff bekomme, so dass sowohl das Bild als auch das SRM/GPS Material endlich online geht. Morgen geht es also in 90 etwas KM nach LUXOR und dann ist RUHE/EDV und Sightseeing-Tag und Essen mit den Ägyptern steht auch auf dem Programm, auf das ich mich schon sehr freue.

Aus einer feucht-kalten Wüste direkt an einer Polizeistation grüßt Euch

Dennis


Responses

  1. hey dennis,
    oje, ihr seid an der polizeistation! viel glück bei der abendlichen spaten-wanderung ins gebüsch. hoffe du hast nicht drei polizisten neben dir stehen, die dir einen „ganz speziellen“ begleitschutz geben wollen. und auch am morgen hoffe ich, dass du ohne flutlicht mal kurz paar minuten für dich hast🙂
    dieses camp war zu viel des guten für mich! ist nicht unbedingt der hit, wenn man gerade die hose unten hat und dann stehen die herren um dich rum. und später wollten sie mich so sehr beschützen, dass sie mir gleich den arm um die schultern gelegt haben. nur zu blöd, dass der kerl nicht gemerkt hat, dass er mir sein maschinengewehr aus versehen so stark in die rippen gedrückt hat, dass ich die nächsten tage lang blaue flecken hatte.
    also viel glück dann mal🙂
    lg gisi

  2. Hoi Gisi, zwei Tipps habt Ihr mir leider bisher vorenthalten: (1) God damnit wird das nachts in der Wüste nasskalt – ich treffe kaum die iPad- Tasten, (2) selbst wenn man noch nie mit einem wunden Hintern zu kämpfen hatte, in Afrika ist alles möglich.

    Gisi, der liebe Gott hat uns mit einem kleinen Unterschied ausgestattet, ob dessen die Ägypter an meinen shovel walks nicht so viel Interesse zeigen. Kleine Frage ,ab welchen Etappen wurde bei Euch Lunch eher ausgelassen? wann war das erste Timetrial, nach Dongola und vor Karthoum ??

  3. Dennis,

    das klingt ja alles nach einem reibungslosen Start! Sag Sharif bitte ganz liebe Grüße von mir, die Einladung in die Schweiz steht noch immer🙂

    LG

    Ruben


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