Verfasst von: Dennis K. | 5. Februar 2011

Coke-Stop Nr. 1 – eine TdA Institution

14. Etappe, EFI, 146km, 1832 km total
15. Etappe, EFI, 106km, 1938 km total – Ende der 1. Sektion
16. Etappe, EFI, 145km, 2073 km total – Start der 2. Sektion

Liebe Leser,

unserem Restday in Khartoum sei ein Blogeintrag an anderer Stelle gewidmet. Einiges gab es dort zu erkunden und zu erledigen, aber mittlerweile sind wir bereits wieder unterwegs in Richtung äthiopischer Grenze und diese erste Etappe südlich von Khartoum hatte es in sich:

Unser Camp, im Übrigen gerüchteweise der einzige offizielle Campingplatz im ganzen Sudan, lag bereits im Südosten dieser Riesenstadt, so dass wir ohne Convoy oder gar Polizeieskorte Khartoum verlassen konnten. Mittlerweile ist das Wetter schon recht hart, steigt die Quecksilbersäule bereits gegen 11:00h deutlich über die 40C-Marke. Damit nicht genug, der der angenehme Nordostpassat der vergangenen Tage verwandelte sich in einen 40km/h starken Südostföhn, der einem auf einer 145km Etappe ganz schön die Kräfte rauben kann. Hatte ich mir doch fest vorgenommen, es in den nächsten Tagen lockerer angehen zu lassen, so übernahmen heute höhere Kräfte diese Entscheidung für mich. Ich ging bereits deutlich dehydriert an den Start, da der Shop im Camping bereits um 20:00h geschlossen war und ich kaum einen halben Liter Flüssigkeit greifbar hatte.

Das Tempo war dann auch wieder die ersten 60km im Gegenwind derart Kräfte raubend, dass ich mich entschloss, abreissen zu lassen und mich erst einmal ordentlich zu verpflegen. So schüttet ich schon zum Lunch 1,5l in mich hinein, beim Lunch dann nochmals 2l und mein Camelbackfüllte und die Flasche füllte ich auf, so dass ich mich mit fast 3 weiteren Litern auf den Weg machte.

Die Plörre war bei km 115 bereits dermaßen warm, dass ich mich entschied einen sog. Cokestop zu machen – dieser wird von der Racern regelmässig überfahren, von den „Normalos“ aber gerne wahrgenommen. Einige bewundernswert Zeitgenossen hangeln sich quasi von Coke-Stop zu Coke-Stop, ich war bei km 115 aber der erste TdAler bei diesem Stop und entsprechend prall gefüllt war die Kühltruhe von Said. Ich schüttete mir schnell eine 0,5 Petflasche in den Hals, was bei den Sudanesen bereits zur Erheiterung führte und schrieh umgehend nach Nachschlag. Dazu genoß ich ein Stückchen Industriekuchen, der in meiner Verfassung besser schmeckte als Nanas Marmorkuchen. Die ganze Veranstaltung dauerte etwa eine Viertelstunde und kostete 3.6 sudanesische Pfund (1 Euro). Da ich nur 5 Pfund dabei hatte, einigten Said und ich uns schnell auf Cola Nr. 3.

Nach dieser Stärkung trudelte ich ne gute Stunde nach den Ersten im Camp ein und machte mich umgehend nach Zeltaufbau in den 5km entfernten Ort Ruffa, um 1 Coke, 1 Pepsi, 1 Pepsi light und eine Fanta direkt vor Ort zu konsumieren und dann zur Erheiterung des Shopbesitzers 6 Cokes und 2 Flaschen Wasser in den Rucksack zu packen. 1 Coke und das Wasser waren freilich nur für mich, der Rest ging hier an die Kollegen.

Pipistops bis dato: 2 ! – D.


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