Verfasst von: Dennis K. | 10. März 2011

Elvis auf dem Weg zum Markt von Nanyuki

  • Etappe 42, efi, 115km, 4856km total, letzter dirt-tag in Kenia
  • Etappe 43, efi, 151km, 5007km total, erster Raubüberfall in TdA-Geschichte
  • Etappe 44, efi, 73km, 5080km total, Bergetappe zu Fuße des Mt. Kenya nach Nanyuki

Nach den gestrigen Ereignissen hatten wir eine neutralisierte Bergetappe zu Fuße des Mt. Kenya. Die wirklich Betroffenen waren wieder deutlich besserer Dinge und so waren fast alle TdAler auf ihren Bikes, ging es heute doch nach Nanyuki am Äquator!

Es war herrlich, obwohl das Tagesprofil kein leichtes war – die ersten 35km gingen stetig bergauf bis auf über 2500m, wo noch immer munter Getreide angebaut wurde und es auch insgesamt recht grün und einladend war. Auf halber Höhe kehrten wir in den ersten Coke-Stop ein und genossen den ruhigen Tag, sollte dieser in einer Hotelanlage mit grünem Campgras, Bar und Pool seine ungewöhnlich luxuriösen Ausklang finden. Ich startete wieder einmal als Letzter hatte sich doch abermals eine Schraube meiner Cleats gelöst, die es zu ersetzen galt.

Zu unserer Linken zeigte sich immer wieder Mt. Kenia, der mit 5199m zweithöchste Berg Afrikas. Dieser wohl nicht so leicht zu besteigende, recht schroffe Berg war an Stellen noch schneebedeckt und zeigte sich heute von seiner schönsten Seite. Nach dem Lunch ging es ohne Mühe 30km von einem starken Rückenwind unterstützt stetig rasant bergab und meine Aufmerksamkeit galt neben der engen Strasse im Linksverkehr der beeindruckenden Landschaft.

Bei einem Photostop donnerte ein Radfahrer dermaßen wuchtig an mir vorbei, dass ich fast schon verschreckt aufschaute als mich ein Windstoss erfasste, den man sonst nur von LKW erwartet. Elvis war auf dem Weg nach Nanyuki und hatte natürlich sofort meine ganze Aufmerksamkeit, hatte er seinen chinesischen Doppeloberrohrrahmen mit mindestens 60kg Kartoffeln beladen und liess der Schwerkraft seinen mächtigen Lauf. Am Gegenanstieg schob er, war zu diesem Zeitpunkt sein Ehrgeiz noch nicht geweckt. Er hatte nichts gegen ein Photo so kamen wir ins Gespräch und es entwickelte sich ein kleines Brummirennen nach Nanyuki, auf dem Elvis, wie oben beladen, 63 (!) km/h bergab erreichte – unfaßbar auf diesem Radl…( alles von mir per Video dokumentiert).

Einen Rückblick zu den vergangenen ereignisreichen 10 Tagen gibt es am Abend. Bis dahin sende ich Euch liebe Grüße,

DENNIS


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