Verfasst von: Dennis K. | 16. März 2011

Goodbye Kenya, Karibu Tansania

Farewell to our Kenyan Riders

Schade, die Jungs haben ordentlich Gummi auf dem kenianischen Asphalt gelassen und waren leider nur ein paar Tage mit uns, haben aber mit ihren schweren Mtbs ordentlich Bewegung in unsere müden Leiber gebracht. Im Übrigen hat der Typ im gelben Shirt, Dedan ist sein Name, nur ein Bein trotzdem fährt er zügiger als einige bei uns im TdA-Feld – es gibt auch eine Homepage von ihm: http://www.jamiibora.org/dedan.htm Schaut mal vorbei, ist ganz interessant http://www.anewlegfordedan.blogspot.com/

Liebe Freunde,

Ein wenig müde aber bereits ein bisschen stolz auf das Erreichte trudelte ich heute in Arusha, Tansania zur Halbzeit ein. Eine traumhafte 118km Etappe durch die afrikanische Steppe, so wie man sie sich vorstellt, führte uns nach 5514km in die Halbzeitpause nach Arusha, dem touristischen Epizentrum Tansanias. Kein Wunder, liegt es doch herrlich zu Fusse des 4550m hohen Mt. Meru unweit des Kilimandscharos und auch Serengeti und Ngorongoro liegen nur einen Tagestrip entfernt. Die fast gesamte Etappe hatten wir ihn im Blick und der Vulkan wäre noch deutlich höher, wäre nicht in Urzeiten die ganze Spitze in die Luft geflogen. Mein Tipp ist ja, dass die Bergspitze bis nach Nordkenia geflogen ist, um dann auf die Strasse von Moyale nach Marsabit zu regnen. Okay, das ist vielleicht wirklich ein bissl zu viel Radlerperspektive, aber die Eindrücke der vulkanischen Giga Daldalu-Wüstestecken sind noch immer sehr präsent und sein Anblick erinnerte mich jedenfalls an Bilder des Mt. St. Helen und seinen gewaltigen Ausbruch in den 80er Jahren.

Lunchstop auf halben Wege nach Arusha

Heute habe ich auch bereits meine ersten beiden Giraffen gesehen, die aus dem Nichts die Straße kreuzten. Es ging alles so schnell, dass ich nichtmals den Rucksack vom Rücken bekam als die Langhälsler bereits wieder auf der anderen Strassenseite verschwunden waren. Insgesamt habe ich mir heute auch wieder die renntechnisch teure Freiheit für einen ruhigen Solo geleistet, zu schön war das Ganze als als Windschattenspender dämlich auf ein Hinterrad zu starren und durch die Landschaft zu heizen. Auch wenn das Ganze wieder ne halbe Stunde gekostet hat, gelohnt hat es sich allemal.

Das Rennen macht mir Spass, wir haben einen wenig über Fairplay gesprochen und so wurden die Kampfe auch mit offeneren Visieren ausgetragen🙂 (for now). Auch der 3. Podiumsplatz ist noch möglich, liegen hohe Berge und die härtesten Offroad-Passagen hinter uns, aber halt nicht um jeden Preis. Mit Scott, Jörg und mir schielen zwar 3 Fahrer auf den letzten begehrten Podiumsplatz, aber das Gefahre um Platz 3 behindert m.E. den Ausgang um den Gesamtsieg.

Neben Sturz und Krankheit, was ich keinem hier wünsche, hat Paul Spencer eben nur noch den Hauch einer Chance, wenn er alle verbleibenden Mandos gewinnt bzw. nicht an den Wolf abgibt und noch einige Stunden auf Tansanias und Namibias Dirt rausfährt. Das ist hart, denn der Wolf ist extrem gut und wach auf Asphalt und schreckt auch vor kleinen Tricks nicht zurück… Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Was ich als unerfahrener Rennfahrer hier im Schnellkurs gelernt habe, ist schon allerhand. Aber dies ist m.E. kein normales Rennen. Es ist mehr ein Sozialexperiment mit Renncharakter und neben Konsequenz und Willenbraucht man u.U. auch mal Freunde und seid Euch sicher, wenn er eine einzige Schwächephase zeigt, werden wir für Spencer wie die Hyänen über ihn herfallen… (wishful thinking so far). Im Moment kriege ich den Trade-off zwischen Rennen und Afrika wieder besser hin und wen ich am Ende „nur“ 5. bin, soll es mir auch recht sein. EFI bedeutet mir eh mehr und das wird hart genug !

So es ist 7:00h ich bin routinemäßig bereits seit 5:30h auf den Beinen, gleich entscheidet sich, ob ich es noch zum Ngorongoro schaffe, allein war es mir zu teuer und auch zu langweilig und die angebotenen TdA-Touren waren mir zu stressig. Ngorongoro und Serengeti zusammen in 2 1/2 Tagen ist mir einfach zu viel ! Ich werde noch einiges schreiben in den nächsten 3 Tagen, also stay tuned…..

Euer „resting“ Dennis


Responses

  1. Hallo Dennis;
    so die Pause habt ihr euch nun nach all dem Erlebten echt verdient.
    In Arusha lässt es sich gut aushalten; ich war zu Besuch bei bent einem TDA rider von 2008, ein Däne der lebt nun gleich in der Nachbarschaft vom Camp und es war super nett und praktisch (Internet, Spaghetti….) ihn zu besuchen. Solltest du ihn treffen bestell liebe Grüße; vielleicht radelt er ja wieder eine Etappe mit.
    Viel hast du geschafft und noch tolle Tage warten auf Dich und Euch und ich darf mich freuen auf deine weiteren Berichte – was will man mehr…..also relax mal schön und freu dich auf die „zweite Halbzeit“….
    mit den besten Wünschen und Gedanken für Euch Alle
    Hardy


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: