Verfasst von: Dennis K. | 18. März 2011

Ngorongoro – 2. Upload

Mein erster Blick in Ngorongoro aus Kristians zielsicheren Auslöser

Liebe Freunde, liebe Leser,

letztendlich hat alles zu unserem Halftimebreak noch genauso geklappt, wie ich es mir erhoffte. Die von der TdA angebotenen Touren sagten mir nicht so zu, waren sie entweder zu kurz oder zu stressig. Ich wollte zum Ngorongoro, dort eine tolle Lage und ein klein bisschen Luxus zum Entspannen und das alles zumindest 2 Nächte. Letztendlich konnte ich Kristian Pletten, der zwischen Killimandscharobesteigung und Ngorongoro hin und hergerissen war, überzeugen und so hatten wir Fahrer, Landcruiser und Sopa Lodge in ein noch bezahlbares Paket schnürren können – Platz und Freiheit satt und wir konnten den Pace bestimmen !!! Aus meiner Sicht konnte es kaum besser kommen, mit Kristian hatte ich einen sehr netten Begleiter gefunden und den Wert seiner Photohändchen kann man auf einer Safari kaum in Geld aufwiegen.

Gegen 13:00h machten wir uns vom Massai Camping in Arusha in Richtung Ngorongoro auf. Nach Stopps an einem ATM und bei Shoprite verließen wir Arusha auf den ersten 70km auf genau der Strecke, auf der wir Samstag in die 2. Hälfte unserer Tour starten werden. Der anfängliche Verkehr verlor sich schnell je weiter wir uns von Arusha entfernten und eine mäßig beschaffene Straße führte uns durch Kaffeeplantagen und geschäftige Örtchen. Nach der Abzweigung in Richtung Serengeti und Ngorongoro ging es auf Babypopoasphalt weiter, der zum Träumen verleitet, aus denen wir jedoch jäh gerissen wurden:

Wir passierten einen dieser Unfälle, die kein Mensch braucht – Raserei und Überholmanöver an unübersichtlicher Stelle führten zu einem von der Straße abgekommenen Auto, zwei Leichen unter Plastikplanen und weinenden Kindern und geschockten Gesichtern am Straßenrand… auch wenn wir zügig an der Unfallstelle durchgewunken wurden, fuhr mir dieser Anblick tief ins Knochenmark und ich sinnierte über die eine oder andere Situation auf dem Rad und die Vorfreude auf 2 tolle Tage war zumindest temporär erst einmal sehr gedämpft. Krass war dann auch wie schnel man wieder zum „business as usual“ wechselt.

Als wir uns dann im Jeep den Vulkan hochschraubten, verdunkelte sich auch alsbald der Himmel und öffnete seine Schleusen. Als wir das Gate des Nationalparks erreichten war der Spuk vorbei und eine beeindruckende Tropenlandschaft erwartete uns mit den vielfältigen, herrlichen Gerüchen, die so ein Tropenregen mit sich bringt. Nach über 3h erreichten wir dann den Kraterrand auf knapp 2500m Höhe und es war deutlich kühler. Der erste Blick in den Krater war beindruckend und das Bild oben war Kristians wachem Blick geschuldet. Wir kreuzten unsere ersten Büffel und kamen nach einer weiteren halben Stunde, noch vor Sonnenuntergang, an der herrlichen gelegenen Sopa Lodge an und waren ziemlich beeindruckt.

Nach einem eher durchschnittlichen Abendessen gingen wir dann in einem wirklichen schönen Zimmer schnell in die Kojen, hatten wir Martin, unseren Fahrer, doch um eine ganz frühe Startzeit zur Öffnung der „Kratertore“ gebeten. So verließen wir auch die Lodge in aller Hergottsfrühe, bei leichtem Regen, starkem Nebel und richtig frischen Temperaturen noch deutlich vor Sonnenaufgang – es war mystisch:

Was dann im Krater selbst auf uns wartete übertraf meine eigenen Erwartungen um Längen.
Neben Zebras, Hyänen, den süßen Wildhühnern und Wilderbeast hatten wir bereits nach einer Stunde 3 Rhinos und ein Kleines gesehen. Noch vor 8 Uhr kreuzten Warzenschweine, Crowncranes, Jakale und Elephanten in der Ferne unseren Weg.

Kurz danach sahen hunderte von Strauße und waren umgeben von einer Riesenherde Wilderbeast, es regnet und überall wurde zufrieden gegrunzt… Zeit: 8:23h. Noch vor 9.00h passierten wir eine Zebraherde mit mind. 30 Tieren, man hörte ganz deutlich das Grasgezupfe, und eine Hyänenfamilie am Wasserloch begutachtete unsere Treiben gelangweilt. Dann erblickten wir eine handvoll Safarijeeps, was immer auf ein Highlight hinweist: ein Gepardenpärchen war auf der Pirsch (8:58h). Kurz danach erblickten wir eine Gruppe verstoßener, alter Büffel… mit 15 haben sie in der Herde ausgedient und werde davon gejagt.

Danach erblickten wir vier Elefanten im Busch etwa 80m entfernt und keine 5min später einen alten Elefantenbulle ganz ganz nah…. 9:30h.

So ging es eigentlich den ganzen Tag weiter, die beste Show bot ein junges Löwenpärchen, das mitten auf dem Weg schlief und den halben Safaripark um sich versammelte. Von den zahlreichen Jeeps nahmen sie kaum eine Notiz und bewegten sich auch nicht einen Zentimeter als sie von einem großen Pulk Jeeps umkreist waren.

Folgend ein paar Bilder aus meinem „Photoarchiv“, was Kristian an diesem Tage aus dem Hut zauberte entbehrt jeglicher Beschreibung, aber ich hab mit ihm einen guten TdA-Photodeal auf den Weg gebracht – ihr könnt Euch kaum vorstellen, was mir seine Safaribilder bedeuten, ich war dabei und hab alles mit meinen Augen gesehen. Seine Bilder des gesamten TdA – Trips sind schlicht und ergreifend verdammt gute Arbeit !!

Adler

Takeoff

Nashorn und Warzenschwein


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