Verfasst von: Dennis K. | 27. März 2011

Tansania – a hot, wet and sticky quicky

euphorische Begrüßung des neuen Erdkundelehrers

euphorische Begrüßung des neuen Erdkundelehrers

Liebe Freunde, liebe Leser,

verdammt harte 8 Tage und 937 km auf weitestgehend unbefestigten Straßen im Hinterland Tansanias liegen hinter uns und das Wetter hat dem Ganzen das gewisse Etwas verliehen. Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Unfälle auf den Straßen Tansanias gab, wurde von Elvis, unserem Begleiter aus Tansania (weiß leider noch immer nicht, wie das Adjektiv von Tansania ist), eine neue abwechslungsreiche Route gescoutet, die Dodoma und Iringa westlich umfährt und entlang der großen, aber unbekannten Reservate Tansanias im wahrsten Sinne des Wortes durch „die Pampa“ führt.

Aufgrund der Matsikas war dann auch in den ersten Tagen richtig „Land unter“ und wir hatten in der Folge ganz schön mit matschigen „Dschungel“pfaden und feucht-modrigen Zelten und Klamotten zu kämpfen. Rückblickend bin ich natürlich bereits jetzt ein wenig stolz, dass ich auch diese Widrigkeiten mehr oder weniger klaglos weggesteckt habe – die Racer kamen teilweise vor den Trucks zu den Campplätzen, das Bike mußte phasenweise getragen werden und ein völlig überraschender Sturz Nr. 4 aus dem Nichts ließ mich hart auf die einzige trockene Lehmstelle Tansanias donnern, was meinen Hintermännern ein wenig Unterhaltung bot.

Das Rennen spielt für mich eine immer geringere Rolle, auch wenn ich ehrlicherweise zugeben muß, dass dies auch dem Zustand geschuldet ist, dass ich gerade offroad, nicht über die Radbeherrschung und Nehmerqualitäten verfüge wie meine unmittelbaren Kontrahenten.
Jörg, den ich anfänglich auf Asphalt gar nicht richtig wahrnahm, fährt mich mittlerweile regelmäßig in Grund und Boden und auch Scott ist auf dem Terrain deutlich besser. Gestern hatte ich zudem das „Aha-Erlebnis“, dass man Rennen doch bergab verlieren kann. Ich erreichte am gestrigen „Mandoday“, dem einzigen Tag, den ich in der vergangenen Woche wirklich am Limit fuhr, den 2600m hohen Pass nach über 1200HM vor Paul Spencer, der derart souverän und schnell mit seinem Cyclocrosser (nicht Hardtail oder gar Fully) an mir vorbei donnerte, dass ich völlig entnervt innehielt und in einer Bretterbude 3 Fanta exte und auf der 20km Abfahrt 26min auf ihn einbüßte (der Fantastop dauerte dabei keine 10min)!

Zu guter Letzt jetzt noch mein Highlight der vergangen acht Tage. In der absoluten Pampa ohne Strom und Mobilfunkabdeckung machte ich mich nach der Etappe von unserem Camp ins etwa 2 KM entfernte Mwamagembe (gibt bestimmt noch keinen Wiki-Eintrag dazu). Auf halbem Wege stoppte ein Mann meines Alters neben mir, der mich auf Englisch grüßte. Wir kamen ins Gespräch und er schob sein Fahrrad neben mir und kurz vor dem Ort verriet er mir, dass er einer der Primarschullehrer von Mwamagembe sei. Er bat mich, nach meinen Einkäufen (Flasche Wasser und Klopapier) doch mal in der Schule vorbeizuschauen. Ich nahm das Angebot dankend an und kaum eine halbe Stunde später gab ich eine Erdkundestunde und erhielt eine ausgiebige Führung durch die Schule und alle 7 Klassen ! Neben einer unglaublich enthusiastischen Begrüßung und Verabschiedung genoß ich jede Minute mit Zamoyoni Mgumba und seinen ca. 500 Schulkindern. Neben den Schulheften der Streber erlaubte ich mir auch mal einen Blick in die Hefte der Kinder der hinteren Reihen zu werfen – meine Schulhefte waren niemals so ordentlich ! Aus wenig macht die Schule in Mwamagembe EINIGES ! Vielleicht schreiben sie mir ja einen Brief und setzen mich ein wenig unter Zugzwang, denn an Schulbüchern mangelte es in der Tat. Morgen bin ich hoffentlich bereits in Malawi, bis dahin… Genießt die Bilder !!!

Regen, Regen nochmals Regen

Regen, Regen nochmals Regen

Erkundeunterricht von Dennis

Erkundeunterricht von Dennis

Afrika aus der freien Hand

Afrika aus der freien Hand

3 Frust-Fanta bitte !

3 Frust-Fanta bitte !


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