Verfasst von: Dennis K. | 5. Mai 2011

Timetrial

Heute ging es in das vierte und letzte Timetrial der Tour (ein flaches Fun-Timetrial über 20km im Sudan, ein Bergzeitfahren die Südseite der Blue-Nile Gorge hoch, ein 40km langes Teamtimetrial in Botsuana und eben das heutige 30,25km lange Zeitfahren auf einer unbefestigten Dirtroad in Namibia). Einer der erheblichen Nachteile des Rennreglements ist es, dass besondere Anstrengungen in diesen Tagen nicht besonders belohnt werden, gibt es einen zusätzlichen 30minütigen (!) Zeitbonus eben nur für einen Sieg an einem der Mandodays. In die Gesamtwertung gehen auch nur die zwei Einzelzeitfahren ein, in denen man, wenn überhaupt, nur Minuten wettmachen kann.
Aus diesen Gründen werden diese Events aus Rennsicht nicht wirklich ernst genommen. Ich behaupte einmal, dass Paul W. selbst beim Bergzeitfahren nicht über 90% gegangen ist. Ich selbst habe Spass an solchen Veranstaltungen, zumal ich für (flache) Zeitfahren auch ganz gut geeeignet bin und sie ein wenig Abwechselung bringen. Mit Ausnahme des Mannschaftszeitfahrens, an dem auf Geschlossenheit geachtet wurde, bin ich immer über 95% gegangen.

Heute ging es knapp über 30km durch die wunderbare Namib-Naukluft-Wüste auf einer unbestigten Straße und das mag ich eigentlich überhaupt nicht. Auf der anderen Seite sind die Dirtroads hier recht gut instandgehalten, obwohl momentan die eine oder andere Furt aufmerksam und vorsichtig gefahren werden sollte, hat es doch ein letzter Zeit ungewöhnlich viel hier geregnet.

Ich machte mich so gegen 7:15h nach einem leckeren Stückchen Apfelkuchen in der legendären Deutschen Bäckerei in Solitair auf die ersten 15 Aufwärmkilometer um bereits nach 10km platt zu fahren. Der erste Platte auf meinen Schwalbe Marathon Plus Tour (das sind meine 1kg schweren 42mm breiten Offroadreifen) und ich war das erste Mal seit 7000km ohne Rusack und nur mit 2 Reifenhebern, einem Slimtube und einer Pumpe unterwegs und das konnte eigentlich kein gutes Omen sein. Einmal kurz nachgepumpt und im Startbereich den Reifen gewechselt, es haute materialtechnisch *rsch über Latte hin.

Mein Plan war, die erste Hälfte über 300 Watt zu fahren und dann zu gucken, was die Beine hergeben. Insgesamt bin ich letztenlich ein wenig zu vorsichtig gefahren, was wohl auch daran lag, dass die äußeren Bedingungen hart waren. Freuten wir uns am Start noch auf einen kräftigen Rückenwind, kamen wir nach gut 5km über die erste Kuppe und der Wind blies nunmehr kräftig von vorne.

Raus kamen 309 Watt auf der ersten Hälfte, 320 Watt auf der zweiten Hälfte bei 340 Watt auf den letzten 10min. Dass man dabei nur auf einen Schnitt von 33km/h kam, zeigt wir hart die äusseren Bedingungen waren. Heraus kam ein zweiter Platz nach Scott DeMoss, der 40sek. schneller war, die Beine aber in den letzten Tagen hochlegen konnte, was mir leider nicht beschieden war. Spencer hatte Probleme mit (s)einem (Ketten)glied und Wolfe zog es auch oben beschrieben Gründen vor, die Sonne zugeniessen – aber Adam konnte ich hauchdünn auf Distanz halten.

Und hier noch das Timetrial als SRM-Grafik

@ Sebastian M.: 315 Watt während 56min. lediglich an der prognostizierten anaeroben Schwelle von 150,7 Schlägen/min mit ca. knapp 2 verbrannten Tafel Ritter Sport ! Werde die Transalp überstehen, wenn Du am Anfang nicht zu ehrgeizig fährst.


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