Verfasst von: Dennis K. | 24. Januar 2012

After Cycling – Phang Nga Bay – part 1

Südthailand (Petchabu to Kata Beach by bike)

Nachdem wir wohlerhalten nach 930km unsere Radtour von Bangkok nach Phuket beendeten, soll dieser Blogeintrag erstmal „unsere Tage danach“ beschreiben. Nach zwei Nächten im CC Blooms ein wenig abseits des Kata Beach hatten wir genug – schon die ersten Eindrücke auf dem Bike reichten uns – Patong und Konsorten unterscheiden sich kaum vom Pauschaltourismus ala El Arenal oder Los Americanos. Skandinavier gaben den Deutschen, Deutsche den Russen die Klinke in die Hand, Bundesligaspiele bei Wienerschnitzel und Weißbier mögen auf den Wiesn nett sein – nicht aber meine Erwartung an Südostasien!

Nach bereits 40min brachte uns ein Longtailboat für 130 Baht (€3,20) nach Koh Yao Noi, eine Insel in der Phang Nga-Bucht. Was mir vor dieser ersten Thailandreise überhaupt nicht klar war, ist die Tatsache, dass der Süden von Thailand muslimisch dominiert ist. Hatte ich in Südostasien bisher lediglich Indonesien und Malaysia mit einer muslimischem Bevölkerung in Verbindung gebracht, so merkten wir bereits auf unserer Etappe zwischen Chumphon und Ranong erste muslimische Einflüsse und hatten spätestens in Ranong das buddistische Kernland Thailands gänzlich verlassen. In Phuket ging der Einfluss dann wieder zurück, aber mit der Überfahrt nach Koh Yao Noi landeten wir in einer rein muslimischen Gemeinde mit der Konsequenz, dass wir Chang-Bier im örtlichen 7eleven vergeblich suchten. Die Insel wurde erst zur Jahrtausendwende elektrifiziert und nur die Kernstrassen sind mittlerweile asphaltiert. Bei unserer Herbergswahl war uns auch noch nicht bewusst, dass der Tidenhub erheblich ist. So zieht sich das Meer an einigen Stellen einige hundert Meter zurück und verunmöglicht zur Ebbe ein Schwimmen.

Beeindruckend ist auch die Thailändische Effizienz, Pläne des öffentlichen Nahverkehrs werden eingehalten, Belade- und Entladevorgänge benchmarken so manche Aldikassiererin, dabei behalten die Thai aber stets ihre Freundlichkeit und ihren Abstand. Freuen sich buddistische Thai über die Bitte ein Photo machen zu dürfen, ist dies von ihren muslimischen Landsfrauen nicht immer so gerne gesehen. Wie ich von Kristian Pletten in Afrika lernte, muss ein Photograph aber manchmal auch ein wenig „über Leichen gehen“, will man auf „sein“ Photo nicht verzichten. Der eine oder andere Blogleser wird die Haltung nicht nachvollziehen können. Grundsätzlich frage ich Menschen, bevor ich von ihnen Bilder mache – die drei Damen vom Grill mögen mir mein hinterhältiges Vergehen verzeihen:

Koh Yao Noi to Krabi Town (muslim part of Thailand), Gucci-Bag in Fendi-Style – awesome !

Eine weitere Lektion lernten wir an unserem Badetag. Ein Longtail brachte uns während der Ebbe auf eine vorgelagerte Miniinsel, die zum Sonnen und Schnorcheln nur so einlud. Habe ich bei meinen Radtouren eine gewisse Sonnenschutzroutine entwickelt, lernte ich „the hard way“, warum so viele Schnorchler bei ihren Aktivitäten ein T-Shirt tragen. Kasia und ich glichen rosaroten Hummern nach unserem Schnorcheltag und eine wirklich unangenehme Nacht auf dem Bauch folgte. @Goran, dies hättest Du bei Deinen Schnorchelempfehlungen ruhig erwähnen dürfen. Den Schnorcheltag vor Koh Hong möchten wir trotzdem nicht missen:

Unser Schnorchelparadies vor Koh Hong

Mehr von Krabi Town und Koh Lanta bald !


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