Verfasst von: Dennis K. | 28. Januar 2012

Otto, Ewa und Johannes auf Koh Lanta

Buddha vor urwaldbewachsener Sandsteinkulisse auf dem Wat Than Sua, die 1273 Stufen forderten nicht nur Kasia Einiges ab.

Abwechselungsreiche Tage liegen hinter uns und so langsam neigt sich unser erster Asienbesuch dem Ende entgegen. Von Krabi Town brachen wir auf in Richtung Koh Lanta, eine am südöstlichen Ausgang der Phang Nga-Bucht gelegene Inselgruppe. Für unsere letzte Woche hatten wir uns einen günstigen, einfachen Wagen gemietet. Ironischerweise fanden wir mit Koh Lanta den bisher schönsten Ort unserer Südthailandreise, der auch mit Longtails gut erreichbar gewesen wäre. Hier entschieden wir uns auch die gesamte letzte Woche in der Ph Nga-Bucht zu bleiben und nicht wie ursprünglich geplant in die drei Südprovinzen weiterzureisen. Ex-post wäre der Wagen somit nicht wirklich nötig gewesen. Bieten sich von Krabi aus auch einfache Verbindungen zum Flughafen von Phuket an, wo wir am Montag Thailand leider wieder verlassen müssen.

Nichtsdestotrotz verleiht ein eigener Wagen ein zusätzliches Maß an Freiheit und Unterbringungsmöglichkeit des Gepäcks. An den in Thailand herrschenden Linksverkehr gewöhnten wir uns schnell und so erreichten wir die Doppelfähre (132 Baht, 3,20 € für Auto und Passagiere) und Koh Lanta nach knapp 120km recht stressfrei. Südlich von Krabi ist die Region weitestgehend von muslimischen Thai bewohnt. Ein stolzer Vater hatte diesmal keine Einwände, die Dreierbesatzung seines Mopeds photografieren zu lassen:

Zuckerrohr (?) und Kopftuch, welch süße Mischung – 3er Besatzung eines Mopeds auf der Fähre nach Koh Lanta

Koh Lanta war die bisher erfreulichste Insel Südthailands. In die Landschaft geschickt eingebetter Resorttourismus und einfache Strandhütten für alternative Aussteiger teilen sich die Lagen an traumhaften Sandstränden und Urwaldriesen als Kulisse im bergigen Hinterland der Insel.

Wir entschieden uns diesmal wieder für die einfachen Unterkünfte, konnten aber im idyllisch „Where else“ leider keine Hütte ergattern – restlos ausgebucht. Ewa, eine ungarische Wahlfränkin und Johannes, ein weltenbummelnder Self-Made Bayer gewährten uns einen Einblick in ihr einfaches, aber einnehmendes Stranddomizil – die beiden sollten uns im Laufe unseres Koh Lanta Besuches nochmals begegnen:

Zu Besuch bei Ewa und Johannes im „Where else“ – Dennis im „Turmzimmer“

Bei Otto fanden wir durch Zufall dann doch noch eine einfache Strandhütte – erfreulich, ist Otto die angesagteste Strandbar am ganzen Klong Nin Strand. Otto heisst im Übrigen auf Thai „alles easy“ und so erstaunte uns der süssliche Geruch in der Strandbar kaum, den sowohl Einheimische als auch Rucksacktouristen produzierten. Hoffentlich kann Jimmy wirklich so gut mit der örtlichen Polzei – einen 20jähriger Besuch Thailands hinter „schwedischen Gardinen“ wünsche ich keinem der „Aussteiger“.

Kasia geniesst den Sonnenuntergang vor unserer Strandhütte.

Am nächsten Tag „besuchten“ uns durch Zufall Ewa und Johannes – auch sie hatten von Otto gehört. Ewa arbeitet bei Audi in Ingolstadt und Johannes hat ein höchst abweselungsreiches Leben hinter sich. Semiprofifussballer zu Beckenbauers Zeiten, Landwirt, Immobilienhändler in Kroatien, Tennislehrer mit 50 und jetzt eigentlich verstärkt Weltenbummler. Philosophieren über das Leben, die Wirtschaft, die Europäische Union und Afrika bescherten uns einen höchst abwechslungsreichen Nachmittag. Auch wenn ich als wissenschaftlich geprägter Mensch und überzeugter Europäer Johannes Sicht nicht immer teilen konnte, werde ich mich in der Zukunft nochmal mit seinen Ideen auseinandersetzen – so zumindest der Plan. Wer interessiert ist, möge mal unter www.wunsch-kraft.de vorbeischauen. Die beiden verbringen nach Thailand ein paar Wochen in Deutschland, danach fliegen sie nach Namibia, wo Johannes südlich vom Windhoek bei einem Bauern eine Lodge bauen will. Mit 65 kann man noch so tolle Pläne haben. Ich werde in Kontakt bleiben und den Fortschritt verfolgen.

Ein extrem lustiger und unterhaltsamer Nachmittag bei Otto mit Ewa und Johannes

Teil 2 unseres Aufenthaltes auf Koh Lanta folgt morgen…. Dschungelwanderungen, Frisörbesuch und der ewige Konflikt mit „sehen müssen“ und dem sich frei machen vom „Müssen“ – Koh Phi Phi, die Insel von Leo Di Caprios „The Beach“


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