Verfasst von: Dennis K. | 16. November 2013

Für Kasia und das Baby

The Banyan Tree

Wie viele von Euch sicherlich wissen, zeichne ich mich durch profundeste Kenntnisse der Botanik aus, die eigentlich nur noch von Fähigkeiten auf dem Tanzparkett überboten werden:

diese Kenntnisse sollen sich in Phnom Penh aber noch deutlich erweitern lassen. So war ich mit meinem Afrika-Mitradler Michael N. auf einer kleinen Sightseeing-Tour, die uns zum Königspalast brachte. Konnten wir den ersten (offiziellen) Guide noch davon überzeugen, den Royal Palace auf eigene Faust besuchen zu wollen, so sprach uns der zweite Guide mit seiner freundlich einnehmenden Art und tollem Englisch gleichermaßen an, dass wir ihn sofort „buchten“.

Eine Entscheidung, die sich schon an unserem ersten Stopp ein Leben lang auszahlen würde. Wir hielten direkt hinter der Eingangspforte an einem Baum und er erklärte uns, dass dies ein Banyan Tree sei, also der Banyanbaum, die bengalische Feige. Für mich sehen deutsche Eiche, afrikanischer Affenbrotbaum oder halt die bengalische Feige  gleich aus. Mich hatte er also noch nicht wirklich mitgenommen auf seine große Reise der südostasiatischen Botanik. Aber ich hatte natürlich die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Ihr hättet mal sehen sollen, wie ich geflitzt bin, als er anfügte, dass junge Frauen diese Blätter jeden Morgen sammeln, sorgfältig sortieren und dann zu einem Tee aufbrühen, wenn sie schwanger sind. Das folgende Bild wäre noch ein wenig liebevoller geworden, hätten mich die Sicherheitsbeamten nicht ein wenig argwöhnisch angesprochen, warum ich mich vor dem Thronsaal an den Hecken zu schaffen machte und dann auf den Knie davor hockte:

Banyanblüte für Kasia und das Baby

Banyanblüte für Kasia und das Baby

Kasia, immer schön auf Dich aufpassen und die nächsten 5 Wochen Banyanblütentee trinken.

Neben allerlei anderer Informationen, die spätestens in den Schlaglöchern Zentralkambodschas verschollen gegangen sind, ist noch etwas hängen geblieben: Buddha wurde eben nicht unter dem Banyantree erleuchtet, das war der bodhi tree, die Pappelfeige oder auch Buddhabaum genannt.

Aber zum Schluss lernte ich noch, dass Siddharta unter genau dem Baum geboren, unter dem Buddha starb und das erratet Ihr kaum: das war der Banyanbaum – so, da ich völlig platt den halben Tag im Bett verbracht habe, werde ich mich jetzt mal zu Günther Jauchs „Wer wird Millionär“ anmelden und mich auf die nächsten Kulturschock vorbereiten, denn auch das glaubt Ihr kaum, wir sind in Angkor Wat und den werde ich morgen erkunden mit dem

Rad

Wünsche allen ein tolles Wochenende und sende Kasia und dem Baby ein dickes Küsschen !


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: