Verfasst von: Dennis K. | 3. Dezember 2013

BOOM – Half Way into my Trip

  • Riding Day 9:  Lang Suan to Kapoe, 96km,  total 1236km, 7/10 (hilly morning)
  • Riding Day 10: Kapoe to Kapong, 140km, total of 1376km, 6/10 (great roads), awesome ride thx to Douglas
  • Riding Day 11: Kampong  to Ao Nang, 127km, total of 1503km 8/10 (lovely ride)
    Singapore ?!?

    Singapore ?!?

     

Ich war ziemlich erstaunt, als ich obiges Strassenschild während meines 11. Fahrtages erblickte und es verdeutlichte mir wieder einmal wir rasend schnell sich auch diese Radtour nun entwickelt und sich auch deutlich dem Ende entgegen neigt. Nach 6 ununterbrochenen Tagen und knapp 800km auf der Strasse spüre ich nun ganz deutlich, wie mein (großer) Motor angespringt und sich das Körpergefühl auf und neben Rad verbessert.

Gerade auf dem Rad fahre ich nun relativ konsequent in einer Art und Weise wie es GUT für MICH ist. So fahre ich entweder früh los, um dann sehr früh im Camp anzukommen oder ich fahre, wie am 10. Radtag los und pflüge mit ein paar Coke-Stops von hinten durch das Feld. Die härteste Trainingseinheit war eben diese mit Douglas. Douglas, TdA-Mechaniker und Mädchen für alles, ist so ein Typ über dessen Präsenz gerade ich mich sehr freue. Er ist ein ausgezeichneter Radfahrer, der v.a. auf dem MTB unterwegs ist, aber natürlich auch das Strassenrad blind beherrscht. Körperlich  ist er eher so ein Typ wie ich: bullig, tempohart und aggressiv im Fahrstil. Nur dass er mir im Moment sowohl auf der Gewichtsebene als auch auf der Kraft- und Grundlagenebene jeweils eine Klasse voraus ist. Sind wir die ersten 80km im hügeligen Terrain noch Seite an Seite gefahren, war ich v.a. sehr dankbar mir auf den letzten 30km sein Hinterrad schnappen zu können. Ein 25er Bruttoschnitt bedeutet schon ein knapp 30er Nettoschnitt bei knapp 900HM. Nicht so schlecht mit nunmehr wohl 95kg.

Insgesamt bin ich nichtmals so unzufrieden, dass ich meine SRM-Kurbel einmal zur Abwechslung NICHT in Betrieb haben kann, es schult ein wenig mein Körpergefühl. So liess ich ihn am letzten Anstieg auch sofort ziehen, um ihm oben am Scheitelpunkt, das deutsch-italienische Bild „einer Flasche leer“  zu erklären. Doug lachte, nicht ohne es um  ein „very empty“ zu präzisieren. Trotzdem war es einer der angenehmsten Ritte dieser Tour, sind wir doch nochmals  viele der Schlüsseletappen in Afrika gemeinsam im Kopfe durch gegangen – Douglas hat auch diese Tour im Jahr nach mir erstmalig als Staff begleitet, nicht ohne das Fahrerfeld hier und da ein wenig aufzumischen….

Douglas and myself in Kampong

Douglas and myself in Kampong

Ansonsten war ich auch recht viel mit Marco unterwegs, der sein Vorhaben der Intensivierung der Trainingsreize recht konsequent umsetzt. Am 9. Tag kam er mit George ganz vorne ins Ziel. Am 11. Tag (George hatte 2 Etappen auf eine lange 275er zusammen gezogen) liess Marco mich am letzten Cokestop einfach stehen und radelte als Erster in den Pausentag. „Marco is on a mission today“ ist ein beliebter Term, wenn er sich, gekleidet stets in schwarz, auf seine Trainingseinheit macht:

Marco on a mission

Marco on a mission

Was Marco immer ein wenig zu vergessen scheint, ist die Tatsache, dass er auf einem wirklich schweren und behäbigen Gaul unterwegs ist. So bin ich wirklich froh, dass mein für meine Verhältnisse schweres, noch immer namenlose BMC trotz Helgas genialer Satteltasche mindestens 5kg weniger wiegt und auch meine Sitzhaltung meinen Hintern entlastet. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es ein Vergnügen sein kann, seinen Steppenwolf-Tourer mit 40km/h durch die flache Steppe zu treiben…. dafür macht er seine Sache aber sehr gut !

Marco gelingt es auch immer wieder sehr schöne, schnelle Schnappschüsse (welche nette Aliteration) vom Rad aus zu machen. Schaut doch ruhig auch mal in sein Blog – in diesem Schnappschuss widerlegt er im Übrigen die These, dass in Thailand alle Buddhas DÜNN sind:

Dicker Buddha in Thailand

Dicker Buddha in Thailand

Im Übrigen habe ich am gestrigen Tage für dieses Outfit den Rubber Duck erhalten. Diese Trophäe erhält der Teilnehmer, der irgendwas tut, das die Truppe unterhält. Vor meiner Sektion zeichneten diese Trophäe richtig unterhaltsame Anekdoten aus: Ein Teilnehmer liess sich durch das Flagging nach dem Lunch so verwirren, dass er ohne es zu merken zum Ausgangshotel zurückgefahren ist. Ein anderer schaffe es anhand der Wegbeschreibungen des Vortages das Hotel des aktuellen Tages zu erreichen – CLASSY ! Diesbzgl. scheine ich dann doch recht billig an meine Rubber Duck gekommen zu sein.

Hier noch ein paar nette Begegnungen auf der Strecke – wir befinden uns seit vorgestern im zunehmend muslimisch dominierten Teil Thailands… Der Übergang war mir damals auch schon mit Kasia kurz vor Khao Lak aufgefallen.

looked like 12 - on pretty heavy machinery

looked like 12 – on pretty heavy machinery

Muslim boy on a green FROSTY bike

Muslim boy on a green FROSTY bike

Boy on no bike YET

Boy on no bike YET

AO NANG  without editing

AO NANG without editing


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