Verfasst von: Dennis K. | 12. Dezember 2013

Durian – the name and the smell have some magic to it

No Durian

No Durian

Was wie ein Anti-Terror-Hinweisschild aussieht, findet sich in so ziemlich jeder Hotellobby, die wir seit Bangkok angesteuert haben. Es will aber nicht, wie man meinen könnte, das Mitführen von Handgranaten unterbinden, sondern lediglich die Mitnahme und den Verzehr einer Tropenfrucht.

Solche Schilder führen bei kleinen Kindern in der Regel das Gegenteil herbei und ich müsste schon gehörig lügen, wenn ich behaupten wolle, diese Tropenfrucht habe nicht auch deshalb mein Interesse geweckt. Nun habe ich sie ja schon einmal im Nahm-Restaurant kosten dürfen – aber irgendwie war mir das Ganze dann doch ein wenig zu steril.

Nun sind wir in Malaysia, also quasi im Mutterland der Königin aller Tropenfrüchte und die Durianfrucht ist omnipräsent. Was für die Bayern die Weisswurst, für den Franzosen das Baguette, für den Schweizer der Käse und für den Italiener der Espresso ist, scheint für den Malaien die Durian-Frucht zu sein. Die gestrige Etappe von Taiping nach Ipoh erschien mir wie eine einzige Durian-Auslage.

Da ich mein kulinarisches Vielvölker-Gefecht in George Town erfreulich gut, fast schon zu gut überstanden hatte, wollte ich mich ein wenig übermütig bereits um 8:00h  auf mein zweites Aufeinandertreffen mit der Durianfrucht einlassen. Dies sollte nun nicht im geschützten Umfeld des Nahm-Restaurants stattfinden, sondern auf offenem Feld, quasi am Ort der Produktion. Und so steuerte ich bereits keine 15km ausserhalb von Taiping den ersten Durian-Straßenhändler an, der gerade mit dem Aufbau seines Standes beschäftigt war.

Vom frühen Besuch eines ausländischen Gastes quasi überwältigt bat er mir sofort einen der beiden Plastikstühle an und begann damit, mir die halbe Standauslage zu präsentieren.

Durianoutlet

Durianoutlet

Auch wenn in Malaysia Englisch für die meisten Menschen die zweite Sprache ist, gelang es mir nicht wirklich, ihm erfolgreich zu vermitteln, dass ich nun wahrlich kein Durian-Experte und folglich bei der Auswahl der Frucht auf seine Expertise angewiesen sei. Nach ein paar Adaptionen  der Übermittlungsstrategie meinte ich ihm die Ausgangslage hinreichend erörtert zu haben und der gute Mann begann wie wild mit dem Aufschneiden unterschiedlicher Früchte.

Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er mir nun die unterschiedlichen Reifegerade dieser Frucht demonstrieren wollte und so hatte ich im Handumdrehen drei komplette Früchte verzehrbereit vor mir liegen. Die erste Frucht hätte wohl noch ein wenig Reife vertragen können und schmeckte für meinen Geschmack deutlich zu herb – die beiden anderen waren schon mehr an dem, was mir an dieser Frucht gefällt:

3 Reifegrade - wie beim Käse surchoix, mi-salé et recent

3 Reifegrade – wie beim Käse surchoix, mi-salé et recent

Meine früher bereits zitierte Beschreibung, das Fruchtfleisch schmecke wie ein butterähnlicher Vanillepudding, begleitet von einem Mandelgeschmack, einem Hauch von Frischkäse, Zwiebelsoße und braunen Sherry kommt meiner grundsätzlich positiven Assoziation mit dieser Frucht definitiv am nächsten – leider hatte ich aber noch nicht die Erfahrung gemacht, dass diese Frucht grundsätzlich nicht wirklich leicht verdaulich ist – definitiv nicht leicht verdaulich ist sie allerdings morgens um 8:00h bei 32°C und 90% Luftfeuchtigkeit und noch guten 100km vor der Brust. So musste ich mich dann auch die nächsten knappen 4h mit einem ständigen Schluckauf rumschlagen und die blumige obige Beschreibung wurde zumindest temporär sehr zwiebelsoßenlastig.

Beschweren darf ich mich allerdings nicht, denn die komplette Degustation war UMSONST (!) und kosten zum Beispiel Ananas oder Mango entlang des Weges (in Thailand) kaum mehr als 12 Cent, so ist diese Frucht mit bis zu 2 Euro (!) hier vor Ort teilweise ein richtiges Luxusprodukt. In diesem Falle war es gut von der Einladung erst im Nachhinein erfahren zu haben, sonst hätte ich wahrscheinlich noch eine vierte gegessen und hätte für nichts mehr garantieren können.

Durian Expert

Durian Expert

Ansonsten war der Riding Day 17 auch insgesamt ein Highlight: rolling hills, little traffic and some action along the road:

Perfect Spot for a breakdown

Perfect Spot for a breakdown ?

Market burnt to the Grounds two days ago

Market burnt to the grounds two days ago

Ach ja, ein paar Daten zu den letzten drei Fahrtagen soll es auch noch geben:

  • Riding Day 16: Georgetown, Pulau Pinang (Pelang) to Taiping117km, total of 2142km 3/10 (traffic and boring roads=
  • Riding Day 17: Taiping to Ipoh, 104km, total of 2246km 8/10 ( lovely rolling hills, one of the best rides of the tour so far)
  • Riding Day 18: Ipoh to Teluk Intan, 106km, total of 2352km 5/10 (nice and calm stretch along some river)

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